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Dieses Thema hat 614 Antworten
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 Lions-Stammtisch
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prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

17.03.2003 17:24
#91 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
is doch mehr als Deutlich


Alle westlichen Länder machen die Botschaften in Bagdad dicht, auf die zweite Resolution wird verzichtet...


EINE BANKROTTERKLÄRUNG DER UNO!!!!!!

mick Offline

Alteuropäer


Beiträge: 1.783

17.03.2003 17:35
#92 RE:Söldner der Lüge Antworten

@heike:
eher eine kapitulation. obwohl, bankrotterklärung? ja, auch das.
ps: haifa

USA und Verbündete zu Alleingang entschlossen
Vierte Zusammenfassung
(neue Einzelheiten)

Utl: Zweite Irak-Resolution zurückgezogen - Bush kündigt Rede an
die Nation an - Washington fordert Abzug der UN-Waffeninspekteure
aus Irak =

New York/Bagdad (AP) Mit dem Rückzug ihrer zweiten Irak-Resolution
aus dem UN-Sicherheitsrat haben die USA und Großbritannien ihre
Bemühungen um eine diplomatische Einigung aufgegeben. Unmittelbar
nach der Bekanntgabe auf einen Abstimmungsverzicht erklärte das
Weiße Haus: „Das Fenster der Diplomatie ist geschlossen.“ Präsident
George W. Bush kündigte für die Nacht zum Dienstag eine Rede an die
Nation an. Die USA forderten die UN auf, ihre Kontrolleure aus Irak
abzuziehen.
Bush werde dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein in der Rede
um 02.00 Uhr MEZ ein letztes Ultimatum stellen, sagte
Präsidentensprecher Ari Fleischer am Montag. Wenn ein militärischer
Konflikt noch vermieden werden solle, müsse Saddam Hussein das Land
verlassen.
Für den Rückzug des Resolutionsentwurfs aus dem Sicherheitsrat
machte der britische UN-Botschafter Jeremy Greenstock die
französische Veto-Drohung verantwortlich. Ein Konsens sei
offensichtlich nicht mehr möglich gewesen. „Wir bedauern es, dass
angesichts der ausdrücklichen Androhung eines Vetos die Auszählung
zweitrangig geworden ist“, sagte der amerikanische UN-Botschafter
John Negroponte. Die Entschließung scheiterte am Widerstand
Frankreich, Russlands, Deutschlands und anderer Staaten; Bush hatte
den Montag als letzte Gelegenheit für Einigkeit innerhalb den UN
genannt. Auf den Vorschlag Frankreichs, für Dienstag noch ein
UN-Krisentreffen auf Ministerebene einzuberufen, gingen die USA und
ihre Verbündeten damit nicht ein.
Der Entwurf für eine zweite Irak-Resolution war am 24. Februar von
den USA, Großbritannien und Spanien in den Sicherheitsrat
eingebracht worden. Mit ihrer Verabschiedung sollte festgestellt
werden, dass Irak sich nicht an die UN-Resolution 1441 vom November
vergangenen Jahres gehalten hat. Am 7. März wurde der Entwurf noch
um ein bis 17. März befristetes Ultimatum ergänzt. Seitdem führten
die Regierungen der 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates bis
zuletzt ergebnislose Verhandlungen, um eine einvernehmliche
Position im Irak-Konflikt herbeizuführen.

Zwtl: Zahlreiche Diplomaten aus Bagdad abberufen

Die UN-Kontrolleure wurden nach Angaben der Chefinspekteure Hans
Blix und Mohamed ElBaradei am späten Sonntagabend von Washington
aufgerufen, sich aus Irak zurückzuziehen. Eine Entscheidung darüber
sei noch nicht getroffen worden. Die UN-Beobachter entlang der
kuwaitisch-irakischen Grenze stellten aber sämtliche Patrouillen
ein und wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.
Mit dem Abzug weiterer UN-Mitarbeiter und ausländischer
Staatsbürger aus der Golfregion verdichteten sich die Hinweise auf
einen Krieg. Die deutsche Botschaft in Bagdad wurde am Montag
geschlossen. Auch zahlreiche weitere Staaten zogen Diplomaten ab.
Die US-Regierung ordnete den Abzug aller „entbehrlichen“ Diplomaten
aus Israel, Syrien und Kuwait an. Großbritannien rief die
Staatsbürger des Commonwealth zum umgehenden Verlassen Kuwaits
sowie Israels und der besetzten Gebiete auf.
Zahlreiche ausländische Journalisten verließen am Montag Irak in
Richtung Jordanien. Ladeninhaber in der Hauptstadt Bagdad schlossen
ihre Geschäfte und brachten ihre Waren in Lagerhäusern in
Sicherheit. Die Bewohner deckten sich mit Versorgungsgütern ein und
schützten ihre Fenster mit Klebeband.
Ende##
AP/410,423,428,449,472,481,488,rd/sv/mp


gruß, mick (bekennender alteuropäer)

Coach Offline

Formationstanztrainer


Beiträge: 2.684

17.03.2003 17:38
#93 RE:Söldner der Lüge Antworten

Es mag ja sein, dass das alles schon diskutiert worden ist, oder in den Tiefen und Sphären der schon stattgefundenden Diskussionen und Pressezitate beinahe banal erscheint aber:

Die UN-Resolution 1441 droht dem Irak im Endeffekt mit "ernsthaften Konsequenzen" - diese Androhung ist auch nach Meinung vieler Völkerrechtsexperten die zugebener Massen eher meiner politischen Couleur sind als zB der von prankster oder mick, der Grund warum im Prinzip auf eine zweite UN-Resolution verzichtet weden könnte. Denn diese ernsthaften Konsequenzen werden nicht sein, Saddam die Förmchen wegzunehmen und mit dem "DuDuDu-Finger" auf ihn zu zeigen.

Um auch dieses klarzustellen, ich bin kein Kriegsbefürworter, oder gar Kriegstreiber, wie ich mich als ehemaliger Zeitsoldat habe schon bezeichnen lassen müssen, dennoch halte ich eine Bedrohung durch Saddam für durchaus gegeben. Wie sagte er (oder einer seiner Doppelgänger, who knows) am gestrigen Tag (if I remember it right): Falls die USA einen Krieg gegen den Irak beginnen, wird der Irak den Krieg auf die ganze Welt ausdehnen. Aus meiner Sicht sagt man so etwas nur, wenn man dazu in der Lage ist und es schon immer wollte, und nicht als ach so friedliebender Mensch, der sich ja jetzt nur zur Wehr setzt, weil die "bösen Buben" jetzt vor den Toren seines Landes stehen.

An anderer Stelle wurde hier geschrieben, dass die Beseitigung des Diktators Saddam Hussein auschliesslcih Sache des irakischen Volkes wäre, und nicht die Aufgabe eines anderen Staates.

Ich weiss nicht mehr wer das geschrieben hat, aber (und jetzt wird es viellciht etwas heftig, aber ich habe lange mit mir gerungen dieses zu schreiben):

Wenn dieser jemand 1938 im Aussenministerium der USA gesessen hätte, hätte Hitler vielleicht alle Juden vernichten können. Und das ohne besonderen Ärger zu bekommen.

Zugegeben harter Tobak, aber es ist und bleibt für mich eine richtige und in diesem Zusammenhang wichtige Aussage!





Die Tour der Leiden geht weiter...

mick Offline

Alteuropäer


Beiträge: 1.783

17.03.2003 17:45
#94 RE:Söldner der Lüge Antworten

@intruder:
sei mir nicht böse, aber deine anhäufung von allgemeinplätzen ist mir, mit verlaub, zu blöd. ich kann nichts für deinen bekanntenkreis

In Antwort auf:
Wenn ich mich mit Linken unterhalte höre ichh als jedes zweites Wort KRIEGSTREIBER! Die Juden sind KRIEGSTREIBER, Die CDU sowieso und alle anderen die eine Gefahr in Saddam shen auch...


deshalb werde ich das auch nicht kommentieren. wir können gerne über deine eigene meinung diskutieren (dazu müsstest du sie allerdings auch mal kommunizieren), oder über die hier geposteten texte sprechen. aber nicht so wie bisher.
ich hab nochmal zwei interviews ´rausgekramt. die wohl ehrlichste und direkteste form des journalismus. vielleicht kannst du ja damit was anfangen:

"Ein Krieg gegen Irak wäre eindeutig völkerrechtswidrig"
Bundesverwaltungsrichter Deiseroth über die rechtlichen Folgen eines "verfassungswidrigen Angriffskrieges"

Dieter Deiseroth ist Mitglied des Beirates der neben anderen von Professor Otto Hahn und C. F. von Weizsäcker ("Göttinger Appell") gegründeten "Vereinigung Deutscher Wissenschaftler" sowie des Wissenschaftlichen Beirates der internationalen Juristenorganisation Ialana, die sich weltweit für die Ächtung von Massenvernichtungswaffen einsetzt. Mit dem Bundesverwaltungsrichter sprach der Berliner FR-Korrespondent Richard Meng.

FR: Herr Deiseroth , ist ein Irak-Krieg der USA ohne UN-Mandat eindeutig
völkerrechtswidrig?

Dieter Deiseroth: Er wäre - wie auch Kofi Annan dieser Tage hervorgehoben
hat - mit der UN-Charta nicht vereinbar und damit eindeutig
völkerrechtswidrig. Unabhängig davon, ob er nun zur Abrüstung Iraks oder zum
Sturz des Regimes von Saddam Hussein oder zur Sicherung einer US-
amerikanischen Einflusszone in dieser ölreichen Region geführt würde.

Die USA sagen, dass auch die Resolution 1441 schon eine völkerrechtliche
Legitimation für Militärschläge bieten kann: Ist das ein völlig haltloses
Argument?

Die Resolution 1441 vom November 2002 droht Irak für den Fall einer
Nichtkooperation mit den UN-Inspektoren "schwer wiegende Konsequenzen" an.
Sie enthält aber keine Billigung einer militärischen Gewaltanwendung nach
Artikel 42 der UN-Charta. Damit bleibt es bei dem zwingenden Gewaltverbot
der UN-Charta, denn es wurde ja keine Ausnahme zugelassen.

Völkerrechtskonform wäre aber eine neue Resolution, die diese Ausnahme
zulässt?

Es ist bislang nicht hinreichend geklärt, ob und wann der UN-Sicherheitsrat
eine solche Resolution beschließen darf. Auch ihm sind durch die UN-Charta
Grenzen gesetzt. Danach kann erstens eine Gewaltanwendung nur in Betracht
kommen, wenn die nichtmilitärischen Mittel nicht Erfolg versprechend oder
ausgeschöpft sind. Dabei besteht ein gewisser Interpretationsspielraum,
zumal es dazu bislang keine internationale Rechtsprechung gibt. Aber wenn im
konkreten Fall die UN-Waffeninspektoren erklären, dass sie ihre
Überprüfungen nicht abgeschlossen haben und dafür weitere Monate brauchen,
wäre es völkerrechtlich zumindest fragwürdig, wenn der Sicherheitsrat
einfach das Gegenteil behaupten würde. Und zweitens: Militärische Gewalt zur
Abrüstung Iraks würde die Frage aufwerfen, ob das nicht völkerrechtlich
schon deshalb unzulässig ist, weil die darauf drängenden Atomwaffenstaaten,
speziell die USA, ihre eigene Verpflichtung zur vollständigen nuklearen
Abrüstung nach Artikel 6 des Atomwaffen-Sperrvertrages permanent missachten.
Dass es diese zwingende rechtliche Verpflichtung gibt, hat der
Internationale Gerichtshof 1996 ausdrücklich festgestellt. Im Völkerrecht
gibt es einen Rechtsgrundsatz, den die Juristen als Verbot widersprüchlichen
Handelns bezeichnen.

Wenn das Völkerrecht so eindeutig ist: Welche Wege gibt es eigentlich, es
einzuklagen?

Es ist vor allem eine politische Frage für die Völkergemeinschaft und auch
die US-Gesellschaft, wie die Regierung in Washington dazu gebracht werden
kann, sich wieder völkerrechtskonform zu verhalten. Die Vereinten Nationen
haben keine Waffen. Aber wenn die USA sich nun rühmen, ihr Verhalten sei
völkerrechtskonform, kann die UN-Generalversammlung eine gerichtliche
Überprüfung herbeiführen - indem sie auf schnellstem Wege beim
Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein Rechtsgutachten beantragt. Das
Gleiche gilt, falls der UN-Sicherheitsrat einen kriegslegitimierenden
Beschluss fasst. Auch dann kann der Gerichtshof befasst werden. In jedem
Fall aber ist von größter Bedeutung, dass die Staaten einen
Völkerrechtsbruch der USA nicht widerspruchslos hinnehmen, sondern diesen
verurteilen und dagegen Protest erheben. Anderenfalls besteht die Gefahr,
dass das US-Verhalten Schule macht und neues - von der UN-Charta
abweichendes - Völkergewohnheitsrecht entsteht.

Wäre ein völkerrechtswidriger Irak-Krieg ein verbotener Angriffskrieg im
Sinne des deutschen Grundgesetzes?

Ein militärischer Angriff auf Irak ohne UN-Mandat wäre in der Tat ein
völkerrechtswidriger und deshalb auch ein verfassungswidriger Angriffskrieg.
Daran darf Deutschland sich nach Artikel 26 des Grundgesetzes in keiner
Weise beteiligen. Auch der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble hat diese
Konsequenz vor einigen Wochen ja ziemlich klar zum Ausdruck gebracht.

Was bedeutet das praktisch?

Diese Konsequenz gilt sowohl für Überflugrechte und die Nutzung der US-Basen
in Deutschland als auch für eine Beteiligung an Awacs-Flügen, soweit diese
kriegsrelevant sind, aber auch für das deutsche Abstimmungsverhalten in Nato-
Gremien und die Unterstützung von Bündnispartnern. Ein militärischer
Aggressor darf nicht durch andere Staaten unterstützt werden.

Wenn die Bundesregierung sich aber unter Berufung auf völkerrechtliche
Verpflichtungen und politische Zusagen anders verhält: Ist das in
irgendeiner Form justiziabel?

Völkerrechtliche Verträge, die die Unterstützung eines Angriffskrieges
verlangen, existieren nicht. Eventuelle Geheimabkommen wären rechtlich
unverbindlich, entsprechende politische Zusagen ohne rechtliche Bedeutung.
Auch der Nato-Vertrag und die Stationierungsabkommen verweisen auf den
Vorrang der UN-Charta sowie anderer geltender Rechtsvorschriften. Nach
Artikel 11 des Nato-Vertrages kann zudem kein Land gezwungen werden, gegen
sein eigenes Verfassungsrecht zu verstoßen. Was die rechtliche Gegenwehr
anbetrifft, gibt es mehrere denkbare Ebenen, die ich hier nicht alle
ansprechen kann. Das Bundesverfassungsgericht könnte unmittelbar nur durch
ein in seinen Rechten betroffenes Bundesorgan, etwa durch eine Fraktion des
Bundestags oder den Bundesrat angerufen werden, was in diesem Fall eher
unwahrscheinlich ist. Mit einer Verfassungsbeschwerde könnten einzelne
Bürger nur eine gerade durch das fragliche Verhalten deutscher Stellen
erfolgende Verletzung eines Grundrechts oder grundrechtsgleichen Rechtes
geltend machen - die sind hier schwer zu sehen. Allerdings: Ein Verstoß
gegen Artikel 26 des Grundgesetzes ist nach Paragraf 80 des
Strafgesetzbuches strafbar und kann zu Ermittlungsverfahren durch den
Generalbundesanwalt führen. Deutsche Gerichte müssten die aufgeworfenen
völker- und verfassungsrechtlichen Fragen auch dann prüfen und entscheiden,
wenn Bürger zum Beispiel wegen so genannter Sitzblockaden oder ähnlicher
Aktionen des "zivilen Ungehorsam" in der Tradition Gandhis angeklagt würden
und sich dann zu ihrer Rechtfertigung auf das Verfassungsgebot der
Verhinderung einer militärischen Aggression berufen. Selbst ausländische
Opfer einer militärischen Aggression gegen Irak könnten unter Umständen vor
deutschen Gerichten Staatshaftungsansprüche wegen Verletzung ihrer
Gesundheit oder ihres Vermögens geltend machen, falls deutsche Stellen ihnen
gegenüber obliegende Amtspflichten nach dem Verfassungs- und Völkerrecht
verletzt hätten.

Wie bindend ist hier die Nato-Bündnisverpflichtung gegenüber der Türkei?

Ein Krieg gegen Irak ohne völkerrechtliches UN-Mandat wäre ein bewaffneter
Angriff im Sinne von Artikel 51 der UN-Charta. Gegen den hat jeder Staat ein
Selbstverteidigungsrecht - was sich in diesem Fall gegen die US-Truppen und
gegen all diejenigen richten würde, die sie unterstützen. Die Türkei könnte
im Fall eines irakischen Gegenschlags gegen US-Stützpunkte auf ihrem
Territorium dann völkerrechtlich keine Nothilfe beanspruchen.

Ist diese ganze Ableitung nicht ein wenig lebensfremd, wenn man die aktuelle
internationale Debatte betrachtet?

Sie haben nach der rechtlichen Situation gefragt, und ich habe rechtlich
geantwortet. Die Politik ist von Verfassungs wegen gehalten, die rechtlichen
Rahmenbedingungen einzuhalten. Wenn sie meint, dass sie das nicht kann oder
nicht will, muss sie es offen sagen - und die Öffentlichkeit muss sich
entscheiden, ob sie das akzeptiert oder nicht.



und weiter:


"Gewaltige Probleme"

Bacon: Zu wenig Rücksicht auf Schutz der Zivilisten

Kenneth Bacon ist Direktor der Flüchtlingshilfsorganisation "Refugees International" in Washington. Von 1994 bis Anfang 2001 war der Ex- Journalist des Wall Street Journal Sprecher im US-Verteidigungsministerium, auch während der Kriege in Bosnien und Kosovo. Der Besuch eines mazedonischen Flüchtlingslagers 1999 veranlasste Bacon, sich für Kriegsopfer zu engagieren. Militäreinsätze aus humanitären Gründen verteidigt er, bei Irak hat Bacon "gemischte Gefühle". Mit Bacon sprach FR- Korrespondent Dietmar Ostermann.

FR: Welche Folgen hätte ein Krieg für die Zivilbevölkerung in Irak?

Kenneth Bacon: Es gibt bereits heute Probleme in Irak mit der Ernährung und
der Gesundheitsversorgung, teils bedingt durch die Sanktionen, teils durch
die Politik der irakischen Regierung. Wir reden also nicht über eine gesunde,
gut versorgte Bevölkerung. Wenn es zu einem Krieg kommt, kann es gewaltige
humanitäre Probleme geben. Es ist sehr schwer, genau einzuschätzen, wie groß
sie sein werden, weil wir nicht wissen, wie lange der Krieg dauert und ob es
zum Einsatz von chemischen und biologischen Waffen kommt. Man muss aber
damit rechnen, dass eine große Anzahl an Menschen ihre Städte und Dörfer
verlässt, um Kampfhandlungen zu entgehen. Dann wird die Versorgung mit
Wasser und Lebensmitteln sofort ein Problem. In Irak hängen zwei Drittel der
Bevölkerung, 16 Millionen Menschen, völlig von der Verteilung von
Nahrungsrationen durch die Regierung und die UN ab. Das ist einmalig in der
Welt. Jede Ration reicht für zwei, drei Monate. Wenn das System
zusammenbricht und der Krieg länger dauert, kann es eine massive Hungersnot
geben. Dann müssen Schätzungen zufolge sieben bis acht Millionen Menschen
schnell versorgt werden, darunter zwei Millionen unterernährte Kinder.

Droht eine Flüchtlingskatastrophe?

Die UN schätzen, dass es 1,45 Millionen Flüchtlinge geben kann. Das ist eine
hohe Zahl, aber auch in Kosovo hatten wir 800 000 Flüchtlinge. Trotzdem wäre
dies ein gewaltiger Strom Menschen, die versuchen, das Land zu verlassen.

Sind Iraks Nachbarn und internationale Hilfsorganisationen auf eine
Flüchtlingswelle vorbereitet?

Nicht so, wie sie sein müssten. Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste ist,
dass die UN bisher nicht die Ressourcen hatten, sich vorzubereiten. Sie
wollten nicht als Komplize der USA bei der Vorbereitung eines Krieges
erscheinen. Der zweite ist, dass die Türkei gesagt hat, sie wolle keine
Flüchtlinge ins Land lassen. Iran hat das auch gesagt, aber sie bauen mit
Hilfe internationaler Organisationen Zeltcamps für 200 000 Menschen.
Flüchtende Iraker könnten es dort besser haben, als wenn sie in Richtung
Türkei aufbrechen.

Die USA bereiten einen Mehrfrontenkrieg vor. Sitzt die Zivilbevölkerung
dabei nicht in der Falle?

Das kann sein, aber es könnte die Lage der Flüchtlinge auch erleichtern.
Wenn die USA und ihre Alliierten den Nordirak schnell sichern und Saddam
beschließt, dort nicht zu kämpfen, könnte dies ein relativ sicherer Hafen
sein. Allerdings ist die Grenze zwischen den Kurdengebieten und dem von der
irakischen Regierung kontrollierten Territorium teilweise vermint. Weil wir
den Verlauf des Krieges nicht kennen, sollten wir uns auf das Schlimmste
vorbereiten. Das Schlimmste wäre der Einsatz chemischer und biologischer
Waffen.

Könnte man Zivilisten in verseuchten Gebieten überhaupt helfen?

Der Einsatz solcher Waffen würde die humanitäre Lage dramatisch
verschlechtern. Es könnte massive Opfer geben, hohe Zahlen an Toten und
Verwundeten. Die meisten Hilfsorganisationen würden wahrscheinlich nicht in
kontaminierte Gebiete gehen, weil sie einfach nicht wissen, was sie dort
machen sollen. Sie haben keine Antistoffe oder Schutzanzüge und könnten sich
noch nicht mal selbst gegen Nervengase schützen. Wenn wirklich chemische
oder biologische Waffen eingesetzt werden, wären die einzigen, die reagieren
könnten, die Militärs. Ob sie das inmitten eines Krieges machen, ist aber
fraglich. Das wird von der Lage auf dem Schlachtfeld abhängen, davon, ob sie
gewonnen haben oder noch in schwere Kämpfe verwickelt sind.

Ein anderes Szenario ist ein Häuserkampf in der Fünf-Millionen-Stadt Bagdad.

In modernen Kriegen hat es das zuletzt im tschetschenischen Grosny gegeben,
mit verheerenden Folgen. Ich kenne die amerikanischen Kriegspläne nicht,
aber ich wäre schockiert, wenn es irgendetwas geben würde, das Grosny nahe
kommt. Man kann nur spekulieren. Denkbar ist eine Belagerung, bei der man
Fluchtrouten für Zivilisten offen lässt und sie in Camps versorgt.
Amerikanische Soldaten sind disziplinierter als russische. Allerdings haben
wir keine Erfahrung mit solchen Situationen. Die USA haben in der jüngeren
Geschichte nicht viele Schlachten am Boden geführt und keine in urbaner
Umgebung.

Haben die USA den Schutz der irakischen Zivilbevölkerung vorbereitet?

Ich denke nicht genug. Die USA haben es internationalen Hilfsorganisationen
entweder absichtlich oder ungewollt sehr schwer gemacht, sich voll auf einen
humanitären Einsatz vorzubereiten. Amerikanische Hilfsorganisationen etwa
haben wegen der Sanktionen große Probleme, in Washington überhaupt
Genehmigungen zu bekommen, um in Irak zu arbeiten. Ohne Stempel darf kein
Laptop oder Satellitentelefon nach Irak. Das für die Sanktionen zuständige
Büro im US-Finanzministerium hatte bis vor kurzem nicht mal dem Büro für
Katastrophenhilfe im Ausland, einer Regierungsbehörde, erlaubt, sich im
autonomen Nordirak mit der humanitären Lage vertraut zu machen. Die
Regierung sagt, sie setzt nur die Gesetze durch. Aber viele
Hilfsorganisationen glauben, dass sie draußen gehalten werden, damit sie
nicht bei Militäroperationen stören oder von Saddam als Geiseln genommen
werden können.

Als früherer Pentagon-Sprecher: Welche Rolle spielen humanitäre Erwägungen
überhaupt bei der Planung von Kriegen?

Ich denke, die Bedeutung wächst. Humanitäre Planungen waren sehr wichtig in
Bosnien und Kosovo. Auch in Afghanistan, wo sie diese umstrittenen Abwürfe
von Lebensmitteln gemacht haben. US-Soldaten bauen dort jetzt Schulen und
Straßen. Unser Militär sorgt sich schon um humanitäre Probleme, aber sie
wollen es zu ihren eigenen Bedingungen machen.

"Human Rights Watch" schätzt, dass in Afghanistan seit Oktober 2001 über
hundert Zivilisten durch Streubomben getötet wurden. In Irak sollen noch 2,2
Millionen dieser Bomben vom letzten Golfkrieg herumliegen. Können Sie
erklären, welchen Sinn solche Waffen militärisch haben?

Streubomben sind für gewisse Ziele extrem effektiv. Wenn man feindliche
Truppenbewegungen stoppen will, sind Streubomben die perfekte Waffe. Auch
feindliche Flugpisten lassen sich damit recht einfach lahm legen. Anders als
im Zweiten Weltkrieg geht es aber heute nicht um die totale Zerstörung mit
allen Mitteln. Das Letzte, was wir als Sieger brauchen, sind Landminen oder
Streubomben, die lange nach dem Krieg unter den Füßen von irakischen
Zivilisten explodieren.

In ihrem Job im Pentagon hätten Sie in solchen Fällen von
"Kollateralschäden" gesprochen. Was meint der Begriff?

Dieser Begriff ist hilfreich und schädlich zugleich. Er lenkt die
Aufmerksamkeit ja auf die Tatsache, dass es Ziele gibt, die man treffen will,
und andere, die man nicht treffen will. Manchmal landen Bomben nicht dort,
wo sie sollen, dann spricht man von "Kollateralschäden". Der Begriff
erinnert uns daran, dass Waffen und Soldaten nicht perfekt sind. Aber er
schadet, wenn er bedeutet, dass wir solche Vorfälle verharmlosen. Ich denke
nicht, dass unsere Militärs ihn in diesem Sinne verwenden, aber manchmal
wird das leider so verstanden.

In seiner Rede zur Lage der Nation hat Präsident Bush kein Versprechen zum
Wiederaufbau Iraks abgegeben, wie er das vor dem Afghanistan-Feldzug getan
hatte. Die UN schätzen, dass 30 Milliarden Dollar gebraucht werden.

Es stimmt, dass die Regierung ihr langfristiges Engagement nicht deutlich
genug gemacht hat. Auch kennen wir nicht ihre Pläne für ein Nachkriegs-Irak,
das hängt alles sehr in der Luft. Aber ich bin sicher, dass die Regierung
engagiert bleibt. Wie viel Zerstörungen es gibt, hängt vom Kriegsverlauf ab.
Unsere Militärs denken zumindest darüber nach, wie sie gewinnen können und
die zivile Infrastruktur weitgehend verschont bleibt. Aber man muss kein
Militärexperte sein, um herauszukriegen, wie wir diesen Krieg kämpfen werden,
nämlich genauso wie in Afghanistan und Kosovo. Also zuerst Bomben auf die
irakische Luftverteidigung, die Kommunikationseinrichtungen, die
Befehlszentralen, Waffenlager. Die große Frage ist, was dann passiert. Wenn
Saddam Hussein aufgibt oder gestürzt wird, gibt es relativ wenig
Zerstörungen. Wenn es zum Bodenkrieg kommt und sich die irakische Armee in
den Städten verschanzt, sieht das ganz anders aus.


gruß, mick (bekennender alteuropäer)

Intruder Offline

Forums-Saarländer


Beiträge: 747

17.03.2003 17:54
#95 RE:Söldner der Lüge Antworten

Okay.tut mir leid wenn ich verallgemeinert habe, aber die selbe MEinung hatte der Kommentator der FAZ( der übrigens anerkannter Schriftsteller und Journalist ist) auch, also wird wohl was dran sein an der Antizionisten-Sache...
Die Linekn die ich in meinen Bekanntenkreis habe( Ich habe nämlich auch durchaus auch linke FReunde) nun mal ALLE ungefähr die selben Meinungen, und es ist doch wohl allgemein bekannt das ein grossteil der Linekn sich sehr mit den Palästinensern identifizieret und gegen den Staat Israel ist...ODer ist das etwa nicht war??
Wie auch immer, ich wollte nicht verallgemeinern, es kann ja durchaus so sein das es genug Linke gibt die nciht alle als Kreigstreiber bezeichen, nur nach meinen Erfahrungen ist das der Standartrsatz der mir bekannten linken...
Freie Lionistische Gemeinde Mörfelden

Saarländer-Es kann nur einen geben!

toelzerhuskie Offline

NHL-Star

Beiträge: 983

17.03.2003 20:59
#96 RE:Söldner der Lüge Antworten

@Intruder,


---------------------------------------------------------------------------------------------
und es ist doch wohl allgemein bekannt das ein grossteil der Linekn sich sehr mit den Palästinensern identifizieret und gegen den Staat Israel ist...ODer ist das etwa nicht war??
---------------------------------------------------------------------------------------------

Und alle CDU-Anhänger sind für einen Krieg und unterstützen in jeder noch so dämlichen Situation die USA!!!!

Diese Aussage ist wohl ziemlich albern und daneben. Folgerst du dann auch, dass alle Linken die Terroranschläge des 11. September oder in diesem Jahr in Bali unterstützen und heimliche Unterstützer der EL Quaida sind.

Ich bin politisch bestimmt in der linken Ecke zu finden. Trotzdem bin ich damit folglich kein Unterstützer der Palästinenser. Ich akzeptiere nur deren Recht auf einen eigenen Staat, genau wie dieser den Kurden im Irak und der Türkei zusteht. Genauso akzeptiere ich die Daseinsberechtigung des Staates Israel. Mich nerven nur Regierungen wie jene von Sharon oder Bush, welche von Diplomatie reden, aber Krieg meinen, um ihre Ziele durchzusetzen und dort auf nichts Rücksicht nehmen. Wenn ich nur wieder an die Rede von Bush gestern Abend denke, wo er von der letzten Chance der Diplomatie sprach und eigentlich meinte, dass alle Länder sich den Plänen der Kriegsallianz anzuschliessen hätten. Was hat das noch mit Diplomatie zu tun.

Oder ein Herr Sharon, der den bevorstehenden Krieg im Irak nutzt, um in Palästina mit unbeschreiblicher Gewalt vorzugehen und Zivilisten liquidieren lässt. Gleichzeitig verabscheue ich genauso Leute wie Arafat oder Hussein, die diktatorisch über ihre Bevölkerung bestimmen und diese für ihre Zwecke in den Tod zwingen.

Dies hat nichts mit links oder rechts zu tun oder meiner politischen Einstellung. Das ist mein Grundbedürfnis von dem Zusammenleben verschiedener Kulturen. Ich will Frieden auf der Welt und keinen Krieg, denn da sterben zumeist unschuldige Menschen. Es ist vielleicht naiv, aber ich stehe dazu und bezeichne mich stolz als Pazifist.

Nur hör doch endlich auf mit diesen Verallgemeinerungen mit links und rechts. Das ist meines Erachtens mehr als daneben.


Servus

Tölzer

bigfoot49 Offline

Titel gesucht
Co-Admin

Beiträge: 11.081

18.03.2003 14:03
#97 RE:Söldner der Lüge Antworten

Aus dem aktuellen Focus:

Amerikas Sonderweg

[i]US-Präsident George W. Bushs Misstrauen gegen internationale Institutionen und Abekommen hat System. Sein unerschütterliches Credo lautet: "Amerika zuerst"

- Teststopp Vertrag:
Schon während seiner Wahlkampagne 2000 lehnt Bush das 1996 beschlossene Atomtest-Verbot ab: "Der Bann würde die Forschung in den USA behindern."

- Internationaler Strafgerichtshof
Der gerade eröffnete ICC soll Kriegsverbrechern, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ahnden. Gleich nach seiner Amtseinführung im Januar 2001 weigerte Bush sich, den ICC anzuerkennen: Er bedrohe Amerikas Souveränität, kein US-Soldat dürfe vor ihn gezerrt werden.

- ABM und Start II Verträge
Bush erklärt Washingtons Abrüstungsabkommen mit der damaligen UDSSR (1972) und Russland (1993) für Relikte aus dem Kalten Krieg. Die Verträge seien ungeeignet, "um den neuen Bedrohungen in einer neuen, gefährlichen Welt zu begegnen".

- Kyoto-Protokoll
1997 beschlossen die 178 Staaten (darunter auch die USA) das Abkommen zur Bekömpfung des globalen Treibhauseffekts. Bush verweigert die Umsetzung: "Ich lasse nicht zu, dass durch ein solches Abekommen auch nur ein einziger Arbeitsplatz in den USA verloren geht."

- Ächtung von Landminen
Schon Ex-Präsident Clinton lehnte das 1997 geschlossene UN-Abkommen ab. Nachfolger BUSH zeigte ebenfalls die Rote Karte: "Der Vertrag sei "nicht im Interesse der USA".

- Biowaffen Konvention
Ein Ergänzungs-Protokoll von 1995 will den Einsatz biologischer Kampfstoffe begrenzen. Bush verweigert die Zustimmung: Der Vertrag schade der US-Industri und der nationalen Sicherheit Amerikas.

- Vertrag zur Kontrolle von Kleinwaffen
Der US-Präsident lehnt einige Bestimmungen des 'UN-Abkommens von 2001 ab. Er fürchtet Nachteile für die US-Waffenlobby

- Konventionen zum Recht des Kindes
191 Staaten haben sich der UN-Konvention angeschlossen. Präsident Bush will nicht mitmachen: Der Beschluss verletze die Interessen Amerikas




First member of the "DELete(tm) und Tripcke gehört weg"-Circle
Debile Eistanz Luschenliga = DEL
"Lernen ohne zu denken ist verlorene Arbeit. Denken ohne zu lernen ist gefährlich..."
Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen kann - gegen Tempobeschränkungen auf deutschen Autobahnen! Pro !

Dennis-ETCC Offline

NHL-Star


Beiträge: 959

18.03.2003 14:31
#98 RE:Söldner der Lüge Antworten

der "kriegstreiber" ist immernoch saddam!schließlich ist ein bald beginnender krieg gegen den irak nicht ohne grund!

wenn heut abend ein vom irak geförderter terrorist in der frankfurter innenstadt ne biologische oder chem. waffe zündet und eure eltern, kinder, freunde dabei sterben, dann kippt die stimmung hier wieder genauso schnell!

ich weis noch was nach dem 11.september hier los war, also alle die terroristen verflucht haben.mittlerweile zeigt die anti-usa propaganda doch deutlich wirkung!

aber NY is ja weit weg!

wer gegen die usa demonstriert, stärkt saddam in seiner haltung und demonstriert demzufolge FÜR ihn!
das ist total absurd.

der diktator der sein volk unterdrückt ist immernoch saddam und nicht bush.

die meisten sind doch gegen die staaten wegen bush's zugegebenermaßen dümmlichen rethorik und seiner unglücklich gewählten worte UND weil er deutschland verbal angegangen ist.

wenn alle soooooooooo sehr mit der irakischen bevölkerung leiden und deshalb gegen einen krieg sind dann müßte es auch täglich demos gegen die hungersnöte in afrika und all die "kleinen" unpopulären stammeskriege auf der welt geben wo täglich tausende sterben!

aber keine sau interessierts!
_________________________________________________

prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

18.03.2003 14:36
#99 RE:Söldner der Lüge Antworten

Quod licet Jovi, non licet bovi.

frei übersetzt

was amerika erlaubt ist, darf noch lange nicht jeder ochse!!!!!!!!!

prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

18.03.2003 14:41
#100 RE:Söldner der Lüge Antworten

@dennis,

du wirfst eine menge durcheinander!!!!! differnezier deine aussagen mal ein bisschen!!!

so weit ich weiß, stehen amerikanische soldaten vor den "toren" des iraks und nicht umgekehrt!!!!

und die terroristen des 11. september kamen ja auch alle aus dem irak??? (hab ich da was verpasst)???


das, was dschordsch dabbelju da gerade abzieht, ist staatsterrorismus und macht mir mit sicherheit genauso viel angst, wie ein terroristischer anschlag!!!

Hedge Fund Offline

NHL-Legende


Beiträge: 1.039

18.03.2003 15:10
#101 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
@prankster
so weit ich weiß, stehen amerikanische soldaten vor den "toren" des iraks und nicht umgekehrt!!!!

Sag mal du verstehst die Zusammenhänge nun wirklich nicht. Gut, du bist gegen Krieg...dies ist deine freie Meinung und dein gutes Recht. Aber wenn der Irak die Möglichkeiten hätte, dann hätte er schon den gesamten Nahen Osten eingenommen und der Irak würde am liebsten in die USA einmaschieren, wenn er denn die Möglichkeit dazu hätte. Und wenn der Irak erst einmal Atomwaffen hat wie Nordkorea, dann ist es zu spät. Dann kann der Irak sogar das mächtigste Land der Erde erpressen und den ganzen Nahen Osten ins Chaos stürzen. Dies heißt es zu verhindern. Und dass der Irak das aggressivste Land der Erde zur Zeit ist, steht ohne Zweifel fest. Wer hat so viele Angriffskriege wie der Irak in den letzten Jahrzehnten geführt: KEIN ANDERER STAAT! Und der Irak würde auch nicht davor zurückschrecken, gefährliche ABC-Waffen an Terroristen zu verkaufen. Deshalb: Saddam + Regime muss weg!


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Dennis-ETCC Offline

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18.03.2003 15:20
#102 RE:Söldner der Lüge Antworten

@prankster:

In Antwort auf:
so weit ich weiß, stehen amerikanische soldaten vor den "toren" des iraks und nicht umgekehrt!!!!
naja, es gibt schließlich keine "vereinigte terroristische republik" wo alle terroristen brav an ein einem tisch sitzen!

fakt ist:

- der irak unterstützt, bildet terroristen aus
- der irak ist unter der führung von saddam ein unberechenbares land
- der irak besitzt biolog. und/oder chem. waffen

wenn ich nun 1&1 zusammenrechne komm ich auf folgendes!

terroristen im land, chem. waffen im land ---> ein mit chem. waffen bewaffneter terrorist.was dieser anrichten könnte brauch ich wohl nicht zu erklären.

das die usa an diesem krieg höchstwahrscheinlich "verdienen", das bush's rethorik und seine aussagen dämlich sind usw. bestreite ich ja garnicht.

ich sehe saddam als bedrohung an, die ausgeschaltet werden muß.

wie würdest du, wenn du die macht hättest das irak"problem" lösen?
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Baphomet Offline

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18.03.2003 15:22
#103 RE:Söldner der Lüge Antworten

- der irak unterstützt, bildet terroristen aus
- der irak ist unter der führung von saddam ein unberechenbares land
- der irak besitzt biolog. und/oder chem. waffen

oder anders gesagt

- die usa unterstützt und bildet terroristen aus
- die usa ist unter der führung von bush ein unberechenbares land
- die usa besitzt biolog. und chem. waffen

wann greifen wir an?

Atenio

Bapho!



Dennis-ETCC Offline

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18.03.2003 15:30
#104 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
- die usa unterstützt und bildet terroristen aus
- die usa ist unter der führung von bush ein unberechenbares land
- die usa besitzt biolog. und chem. waffen

die usa mit dem irak zu vergleichen is schwachsinn!

- wurde saddam vom volk frei gewählt?
- gehts der irak. bevölkerung gut unter seinem regime bzw. unterdrückt bush sein volk?
- würden die usa mexico überfallen um an deren ölvorkommen zu gelangen?

ne demokratie und ne diktatur gleichzustellen??? tststs...also ich weis nich...
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Baphomet Offline

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18.03.2003 15:37
#105 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
- wurde saddam vom volk frei gewählt?
- gehts der irak. bevölkerung gut unter seinem regime bzw. unterdrückt bush sein volk?
- würden die usa mexico überfallen um an deren ölvorkommen zu gelangen?

zu 1. muss man herrscher frei wählen können?
zu 2. bekommt irak seit über 10 jahren fast nichts mehr an medizin und ähnlichem wegen uno sanktionen. ausserdem sag ich nicht das hussein gut ist, aber die friedlichen mittel die manderzeit einsetzt reichen vollkommen aus (ja sie gehen sogar zu weit, nach all den abrüstungen hat der irak nun überhaupt keine chance mehr zur gegenwehr, hat der ami gut hinbekommen)
zu 3. ein ganz klares JA, wenn es sonst kein öl mehr gibt findet sich da schon ein grund. wie schnell amerika einen fallen lässt wenn man im weg steht haben wir ja mitbekommen, nur gut das wir kein öl im land haben

Atenio

Bapho!



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