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Dieses Thema hat 614 Antworten
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 Lions-Stammtisch
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prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

28.02.2003 14:51
Söldner der Lüge Antworten

hier ein artikel in den t-online-infos gefunden:

In Antwort auf:
Die Söldner der Lüge

Von Uwe Wolff (New York)
Der Krieg der USA gegen den Irak hat längst begonnen. Das Pentagon hat schon vor Monaten seine ersten Krieger in Stellung gebracht, die aus allen Rohren feuern. Ihre Munition: W-Waffen, also Wörter, Propaganda. Ihre Generäle: große Public Relations-Agenturen aus den USA. Ihr Schlachtplan: die Weltöffentlichkeit gegen Saddam Hussein aufzubringen, um den Weg für einen Krieg freizumachen.

Meinungsmache gegen Geld
Kaum eine politische Auseinandersetzung, keine Invasion und keinen Krieg mehr, der nicht von PR-Agenturen begleitet oder eingeleitet wird. Wie bereits beim ersten Golf-Krieg oder den Balkan-Kriegen gehen den Soldaten erst einmal die Männer im feinen Zwirn und Aktenkoffer voraus. Sie sind Söldner des Wortes, die sich für den jeweiligen Auftrag mieten lassen. Gegen viel Geld krempeln sie die Meinung von ganzen Völkern um, bringen sie gegeneinander auf - und alles im Dienst ihrer Herren, also meist Politiker.

Kennen weder Freund noch Feind
Die Namen dieser Polit-PR-Giganten haben inzwischen einen genauso zweifelhaften Klang wie der ihrer Kunden: The Rendon Group (TRC), Hill & Knowlton und Ruder-Finn. Ihre Klienten: Neben seriösen Unternehmen werden sie auch von gefährlichen Sekten, Diktatoren, Waffenhändlern, Geldwäschern und Regierungsapparaten wie dem Pentagon, der CIA und dem Weisse Haus geheuert. Dabei kennen die Agenturen weder Freund noch Feind oder Gut und Böse. Für sie zählt einzig und allein der lukrative Auftrag - der erfolgreich erledigte Auftrag.


"Ich bin ein Informationskrieger"
"Ich bin ein Informationskrieger" brüstete sich John W. Rendon, Chef der amerikanischen Public Relations Agentur "The Rendon Group" (TRC). Seine Agentur wurde noch im Oktober 2001, also bereits einen Monat nach dem Anschlag auf das World Trade Center, vom Pentagon angeheuert, um die USA in der muslimischen Welt sympathischer darzustellen, damit der "Krieg gegen den Terror" im Nahen Osten leichter von der Hand geht.

PR-Berater sollte Sturz Saddams vorbereiten
Rendon, früher Wahlkampfberater von US-Präsident Jimmy Carter, hat Erfahrung im globalen Informationskrieg. So bereitete er die US-amerikanischen Invasion in Panama gegen den einstigen USA-Freund General Noriega durch geschickte Unterstützung der Opposition vor. Rendon war es auch, der von der US-Regierung nach dem ersten Golfkrieg Geld bekam, um eine Opposition im Irak aufzubauen, die Saddam stürzen sollte.

Kampagne zum Golfkrieg heftig umstritten
Mit der wachsenden Kriegsgefahr im Nahen Osten rücken nun auch wieder die Propaganda-Söldner ins Rampenlicht. Inzwischen müssen allerdings die drei Großen im politischen PR-Business selbst stark aufpassen, dass sie nicht zu sehr unter Beschuss geraten: The Rendon Group, Hill & Knowlton und Ruder-Finn sehen sich zunehmend dem lautstarken Vorwurf des unethischen Verhaltens ausgesetzt. Aus gutem Grund: Eine der berüchtigsten, teuersten und wohl auch einflußreichsten Kampagnen stammt von der internationalen PR-Firma Hill & Knowlton mit Stammsitz New York. Nach der Besetzung von Kuwait durch den Irak bezahlten reiche Kuwaitis über eine Frontgruppe "Citizens for a Free Kuwait" 10,8 Millionen Dollar, um eine Kampagne gegen den Irak und für eine allierte Militärintervention loszutreten. Mit H&K trafen die Kuwaitis eine gute Wahl.

Berichte über irakische Grausamkeiten
Die PR-Strategen kreierten Nayirah, ein 15jähriges kuwaitische Mädchen, das in einem Krankenhaus in Kuwait City gearbeitet haben soll. Mit stockender Stimme berichtete sie vor laufender Kamera, wie irakische Soldaten Babys aus den Brutkästen rissen, die Inkubatoren mitnahmen und die Säuglinge auf dem kalten Klinikboden sterben ließen. Die Welt war entsetzt über so viel Grausamkeit der Iraker. Die Medien liefen heiß und Politiker empörten sich. US-Präsident Bush zitierte die Aussage das Mädchens. Die Delegierten der Uno schüttelten den Kopf und stimmten für einen Krieg gegen den Irak, der letztendlich mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete.

Aussage war schlicht erfunden
Erst später stellte sich heraus, daß die Aussage von Nayirah nichts anderes als eine blanke Lüge war. Hinzu kam noch, daß die angeblichen Krankenhauspraktikantin die Tochter von Scheich Saud Nasir al-Sabah war, dem ehemaligen kuwaitschen Botschafter in den USA. Die verspäteten Versuche der Medien, mit dem Mädchen zu sprechen, um ihre Aussage zu verifizieren, verliefen im Sand der kuwaitischen Wüste. ...Fortsetzung


prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

28.02.2003 14:53
#2 RE:Söldner der Lüge Antworten

so, hier noch teil 2:

In Antwort auf:
Zweiter Teil: Söldner der Lüge

Und mehr noch: Im Zuge ihre Propagandafeldzuges schafften es H&K, ein mageres Propagandabuch über irakische Greueltaten mit dem Titel "The Rape of Kuwait" durch geschickte Vertriebs- und Verkaufsstrategien so zu lancieren, dass es schließlich sogar auf Platz zwei der angesehen New York Times Bestsellerliste landete. H&K selbst verbreitete sogenannte "Video News Releases", die die angeblichen Greueltaten der Iraker bildhaft illustrierten. TV-Stationen rund um die Welt sendeten unbedacht das professionell aufgemachte Propagandamaterial. In nur wenigen Fällen erfuhren die Zuschauer etwas über die Quelle des Films.
Imagepolitur für umstrittene Regime
So hatte die PR-Agentur Hill & Knowlton schon am ersten Tag des allierten Luftkrieges gegen den Irak ihren Sieg eingefahren. Dass die Firma nur wenig Skrupel kennt, zeigt alleine die Liste ihrer "Kunden": Für Menschenrechtsverletzungen berüchtigte Staaten wie China, Peru, die Türkei und Indonesien bezahlten gutes Geld, um ihr blutiges Image aufzupolieren. Alleine die Türkei bezahlte für die Dienste von H&K in der Zeit zwischen November 1990 und Mai 1992 insgesamt 1,2 Millionen Dollar.

Diktatoren und Waffenhändler als Kunden
Auch der blutrünstige, haitianischen Diktator Duvalier engagierte H&K um sein Schlächter-Image aufzuhübschen. Craig Fuller von H&K - einst Stabschef des damaligen Vizepräsidenten George Bush - zimmerte Kampagnen für den Vatikan zusammen, der sich gegen Abtreibungen wehrte und gestaltete Image-Kampagnen für die Moon-Sekte und die Scientologen. Die berüchtige BCCI Bank in London, die 32 Millionen Dollar Drogengelder des Medellinkartells gewaschen hatte, steht genauso auf der H&K-Kundenliste, wie Waffenhändler Adnan Kashoggi und das Internationale Olympische Kommittee (IOC), das sein Image als internationale Vereinigung von korrupten und raffgierigen Sportfunktionären aufpolieren wollte. Daß H&K dabei auch noch beste Kontakte zur CIA nachgesagt werden, ist vor dem Hintergrund ihrer illustren Kundschaft vielleicht gerade mal als Dreingabe zu verstehen.

"Rolle in der Weltgeschichte"
Jack O'Dwyer, Herausgeber des PR-Branchenblattes "O'Dwyer's PR Services": "Hill & Knowlton ... haben eine Rolle in der Weltgeschichte eingenommen, wie es bisher noch keine andere PR-Firma geschafft hat."

Krieg vor dem Krieg gewonnen
Ähnlich hartleibig verhielt sich auch die Konkurrenzagentur Ruder-Finn, die übrigens für Volkswagen den neuen "Beetle" in den USA bekannt gemacht hat. Als vor einigen Jahren die ersten Nato-Raketen in Jugoslawien einschlugen, konnte sich James Harff befriedigt in seinen Sessel zurücklehnen, denn der Amerikaner hatte an diesem Tag geschafft, was die Nato erst noch bewerkstelligen musste: Er hat den Krieg gegen die Serben gewonnen, einen Krieg, der mindestens so hinterhältig und schmutzig war, wie das Gemetzel auf dem Balkan.

Kosovo-Albaner heuerten PR-Agentur an
James Harff war damals Direktor der in Washington ansässigen Public-Relations-Firma Ruder-Finn Global Public Affairs. Seine Auftraggeber, die oppositionellen Kosovo-Albaner, hatten die Firma geheuert, um die westlichen Militärmächte für ihre Sache zu gewinnen. Harff hatte seine Sache gut gemacht. Über Monate hinweg hatte seine PR-Agentur in Bild und Wort versucht, die Serben als die Nazis vom Balkan zu brandmarken.

"Das war ein unglaublicher Coup"
Zeugenaussagen vergewaltigter Frauen, professionell gedrehte Bilder von serbischen Konzentrationslagern und Massengräbern lösten bei den einflußreichen jüdischen Organisationen in den USA schmerzhafte Erinnerungen an das Dritte Reich aus. "Das war ein unglaublicher Coup", soll Harff triumphiert haben. "Als die jüdischen Organisationen dem Spiel auf Seiten der bosnischen Moslems beitraten, konnten wir ganz leicht die Serben in der öffentlichen Meinung mit den Nazis gleichstellen."

Öffentlichkeit durch PR weichgeklopft
Jahrelang zögerte der Westen, allen voran die Amerikaner, militärisch ins Geschehen auf dem Balkan einzugreifen. Bis dann die Öffentlichkeit durch die Arbeit der PR-Agenturen weichgeklopft und bereit war "ihre Jungs" ins Feld zu schicken.

Kroaten zahlten, Bosnier zahlten
Die Kroaten waren die ersten, die eine PR-Firma (Ruder-Finn) für ihren Fall bezahlten. Es folgten die Bosnier und dann auch bald die Kosovo-Albaner. Während Kroatien laut Dokumenten, die dem amerikanischen Justizministerium vorliegen, Ruder-Finn 10.000 Dollar pro Monat für ein "positives kroatisches Image" bezahlte, wurde die Firma von den Bosniern pro Stunde bezahlt.

"Propaganda im Namen von Menschlichkeit"
John MacArthur, Autor des weitgeachteten Buches "The Second Front" (Deutscher Titel: "Die Schlacht der Lügen"), in dem er über die Desinformationspolitik der US-Regierung während des Golfkrieges schrieb: "Es ist einfach abstoßend, was diese PR-Firmen da für Geld tun. Sie kennen keine Skrupel. Propaganda war einmal wesentlich gröber. Was heute so beängstigend daran ist, ist die Tatsache, daß Propaganda nun im Namen von Menschenrechten und Menschlichkeit auftritt."

Nur "geholfen, die Message zu formulieren"
James Harff von Ruder-Finn: "Um die UN davon zu überzeugen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen ist das (die PR-Tätigkeit) genauso wichtig, wie das was auf dem Schlachtfeld passiert." Und, in Hinsicht auf seine Kosovo-Kunden: "Wir haben ihnen geholfen, ihre Message zu formulieren, so daß die amerikanische Öffentlichkeit sich damit identifizieren konnte."

"Über unausgewogene Berichterstattung besorgt"
Die Serben, die ebenfalls ihr schlechtes Image loswerden wollten, zogen 1993 durch Kanada, um eine PR-irma zu finden, die ihre Interessen vertreten sollte. Tatsächlich fanden sie eine Fima in London, Ian Greer Associates, die allerdings die Arbeit für die serbischen Pariahs einstellen musste, nachdem die UN-Sanktionen gegen Jugoslawien wirksam wurden. Ann Pettifor, die bei Ian Greer Associates die Serben betreute: "Sie waren über die unausgewogene Berichterstattung besorgt."

CNN: Davon wissen wir nichts
TV-Journalisten immer unter Konkurrenzdruck und damit auf stark auf aktuelle Bilder angewiesen, tappen immer öfter in die Fallen der PR-Agenturen. Von im Balkankrieg mitmischenden PR-Agenturen allerdings will der CNN-Europe-Mann Chris Cramer nichts wissen. "Das ist mir neu. Davon habe ich noch nie gehört. Aber lassen Sie uns doch nicht naiv sein. Wir wissen, daß in einer solchen Situation immer beide Seiten versuchen, die Medien zu benutzen. Wir müssen da aufpassen. Wenn tatsächlich PR-Agenturen mitmischen, dann ist das höchst alarmierend."

Im Vergleich zu den offiziellen Medien nur Zwerge
Buchautor John MacArthur, inzwischen Herausgeber des amerikanischen Intellektuellen-Magazins "Harper's": "Man kann nicht nur den PR-Agenturen die Schuld geben. Ohne hilfsbereite Medien hätten die doch gar keinen Einfluss. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, daß die größte aller PR-Agenturen das Weiße Haus ist. Verglichen mit deren PR-Maschinerie stehen doch alle anderen Agenturen wie Zwerge da."


Von Uwe Wolff (New York)



mick Offline

Alteuropäer


Beiträge: 1.783

28.02.2003 15:27
#3 RE:Söldner der Lüge Antworten

hi prankster, folgende geschichte erschien vor ein paar woche im spiegel. auch damals hab ich schon das große kotzen bekommen:

DER SPIEGEL 5/2003 - 27. Januar 2003
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,232392,00.html

Propaganda

Mediale Mobilmachung

Mit Hilfe von PR-Strategen versucht die US-Regierung, ihre Bürger, die arabische Welt und westliche Journalisten für ihren zweiten Golfkrieg zu begeistern. Die Palette der Maßnahmen reicht von organisierten Truppenbesuchen bis zu gezielter Desinformation.

Präsident Bush vor US-Truppen: "Wir verkaufen ein Produkt"


Abdul-Raouf Hammuda hat eine libanesische Bäckerei sowie eine Frau und fünf Kinder, mit denen er täglich zu Allah betet. Er lebt in Toledo (Ohio). Bei einer Gedenkfeier zum 11. September hat Hammudas jüngste Tochter die amerikanische Nationalhymne gesungen. Und ihr Vater sagt: "Im Angesicht des Bösen steht die Nation zusammen."

Die patriotische Botschaft ist im Internet zu lesen, auf einer Seite des amerikanischen Außenministeriums. Im indonesischen, malaysischen und kuweitischen Fernsehen konnten die Menschen Hammudas Kampfgeist ebenfalls bewundern.

Die kurzen Werbefilme, in denen amerikanische Muslime von der Toleranz ihrer US-Mitbürger schwärmen, sind Teil der 15 Millionen Dollar teuren Kampagne "Gemeinsame Werte", mit der sich die US-Regierung rechtzeitig zum Aufmarsch ihrer Soldaten am Golf weltweit beliebt machen will.

In Amerika hat die mediale Mobilmachung begonnen. Und kaum jemand scheint sich dem Aufmarsch der PR-Vorhut entziehen zu können - weder der indonesische Fernsehzuschauer noch das eigene Volk, schon gar nicht die Journalisten. Selbst wenn einige kritische Zeitungsredaktionen noch nicht in den publizistischen Gleichschritt gefunden haben, ist das Quotenrennen im Fernsehen längst eröffnet.


PR-Beraterin Beers: Sichtbares, "weißes" Marketing


Beinahe stündlich schlagen die meisten Fernsehsender patriotischen "Nachrichtenalarm". Formate wie "Target Irak" (Fox) oder "Showdown" (CNN) sorgen für einen ständigen Fluss neuer Nichtigkeiten vom Aufmarsch am Golf. Wenn das nicht reicht, wird der Krieg auch mal zur Quizshow: "Wie viele Scud-Raketen feuerte der Irak 1991 auf Israel?", wollte ein MSNBC-Moderator von seinen Zuschauern wissen. Am Bildrand liefen derweil auf einer Uhr, die bis zum 27. Januar zählt, Saddams Stunden ab.

"Wir verkaufen ein Produkt", rechtfertigte Außenminister Colin Powell die Reklamebemühungen - und vielleicht ist das gar nicht mal so dumm: Denn ähnlich wie andere ur-amerikanische Waren von Big Macs bis Coca-Cola scheint es dem Produkt Demokratie im Moment nicht besonders gut zu gehen.

Um das Image der Marke USA zu polieren, holte sich Powell vor gut einem Jahr professionelle Hilfe und engagierte Charlotte Beers, 67, eine der erfolgreichsten Frauen der US-Werbebranche. "Sie hat mich dazu gebracht, Uncle-Ben's-Reis zu kaufen", lobte Powell die Marketingspezialistin - und machte sie zur Staatssekretärin für "Public Diplomacy and Public Affairs".

Für ihre "Dokumentationen" hat Beers die Darsteller großzügig entlohnt: Hammuda zum Beispiel durfte mit seiner Frau auf Regierungskosten in den Libanon reisen. Anders als ihre Uncle-Ben's-Spots war Beers' Anti-Irak-Kampagne allerdings bislang weit weniger erfolgreich. Die Regierungen Ägyptens, Jordaniens und des Libanon haben eine Ausstrahlung in ihren staatlichen Sendern untersagt.

Auch die Hochglanzbroschüre "Irak: Von der Angst zur Freiheit" scheint Beers etwas zu durchsichtig geraten zu sein: Darin ist viel von Saddams Giftgasattacken in den achtziger Jahren und seinen Massenvernichtungswaffen die Rede. Dass Saddam auch von den USA aufmunitioniert wurde, erfährt der Leser nicht.

Während Beers für das sichtbare "weiße" Marketing verantwortlich ist, also relativ transparente Polit-Propaganda, heuerte die US-Regierung John Rendon für die "schwarzen" ("New York Times") Kampagnen an, für die psychologische Kriegsführung - Desinformation eingeschlossen. Rendon nennt sich "Kommunikationsberater". Doch nichts scheut der Mann mehr, als über seine eigene Arbeit zu sprechen.

Die Räume seiner Agentur in der Washingtoner Connecticut Avenue sind abgeschottet. Weder in der Lobby noch vor der Tür im zweiten Stock des Bürohauses weist ein Namensschild auf die Rendon Group hin. Manchmal huschen Mitarbeiter herein. Spricht man sie auf ihren Chef an, reagieren sie wie Autisten. Wie viele es sind, weiß keiner. "Etwa 35", glaubt Kevin McCauley, Redakteur beim Informationsdienst "O'Dwyer's PR Daily".

Als das Pentagon vor einem Jahr das "Office of Strategic Influence" (OSI) gründete - eine Art Märchenfabrik, die sich um Desinformationskampagnen in ausländischen Medien kümmern sollte -, wurde Rendon als Berater engagiert. Zwar musste Verteidigungsminister Donald Rumsfeld das OSI nach internationalen Protesten schließen. Ersetzt wurde es allerdings durch das "Office of Global Communications", das Journalisten nun etwa mit unappetitlichen Details aus Saddams Privatleben versorgen soll. Per Dekret unterstellte US-Präsident George W. Bush das Amt vergangene Woche offiziell direkt dem Weißen Haus.

Offenbar wird bereits erfolgreich gearbeitet: Immer wieder berichten derzeit die wichtigen US-Medien von "New York Times" bis CNN, dass Saddam die Uno-Waffeninspektoren 1998 widerrechtlich aus dem Land geworfen und damit die Zusammenarbeit selbst beendet habe.

Die Geschichte ist schlicht falsch. Vielmehr zog der damalige Chefinspektor Richard Butler sein Team ab, weil er von einem anstehenden US-Bombardement wusste. Die Koordinaten dafür waren unter anderem von seinen eigenen Inspektoren entgegen den Uno-Vorschriften geliefert worden.

Die Zusammenarbeit mit Rendon setzen die US-Strategen trotzdem fort. Kein Wunder, denn schließlich gehört der Mann längst zum Kriegsinventar der Amerikaner: Wo immer die US-Truppen in den vergangenen 14 Jahren in den Krieg zogen, war Rendon an vorderster Front dabei. Manchmal war er sogar schon vor den Soldaten vor Ort, wie 1991 in Kuweit.


PR-Berater John Rendon: "Wo ist der Effekt?"


Rendon streut dann Propaganda, kreiert Nachrichten und manipuliert Szenen. Er stattete die Kuweiter bei der Ankunft der Army flächendeckend mit US-Fahnen aus - die Bilder gingen um die Welt. "Wahrnehmungsmanager" oder "Informationskrieger" nennt sich Rendon selbst. Sein Arbeitsplatz sind die Krisenherde der Welt. Dort leiste er "reconstruction work", so Rendon einst in kleinem Kreis - stets an der Seite der Mächtigen und Reichen: in Kuweit für die königliche Familie, in Kolumbien für die Armee, in der Debatte um Gentechnik für den Agrarmulti Monsanto.

Globale Geschäfte, so Rendon, ließen sich eben am besten "in einem Umfeld abwickeln, das von Regierungen, Politik und Medien bestimmt wird". "Für 'Politik'", sagt der Siegener Medienwissenschaftler Klaus Kreimeier, "kann man auch 'Krieg' einsetzen."

Nach dem 11. September entwickelte Rendon für die US-Regierung die PR zum Afghanistan-Feldzug. Er half, der Welt den Sinn von Flächenbombardements zu vermitteln und "das Bewusstsein von Multiplikatoren so zu steuern, dass mentale Kollateralschäden vermieden werden", so Kreimeier. Allein für diesen Einsatz soll Rendon von der Regierung 7,5 Millionen Dollar erhalten haben.

Unterstützt werden seine Bemühungen von Pentagon und Geheimdienst CIA, die gezielt "Nachrichten" streuen. Mit bis heute nicht belegten Meldungen, etwa über den Kontakt zwischen dem Terrorpiloten Mohammed Atta und dem irakischen Geheimdienst, werde "die ständige emotionale Alarmbereitschaft aufrechterhalten", sagt der Medienkritiker Sheldon Rampton, Co-Autor zweier Bücher über die Manipulation durch Public Relations.

Wie reibungslos diese "schwarzen" Kampagnen den Weg in die US-Medien finden, war jüngst im erzkonservativen Sender Fox des Medienzaren Rupert Murdoch zu beobachten: In "News Alert" wurde den Zuschauern mitgeteilt, dass der Versuch, irakische Generäle per E-Mail zu erreichen, zu klappen scheine. Beweise? Keine.

Seit 1992 arbeitet John Rendon an der Anti-Saddam-Kampagne, seinem vermeintlich größten Coup. Beauftragt wurde er damals vom CIA. Rund 23 Millionen Dollar sollen die Geheimdienstler allein im ersten Jahr für die Kampagne ausgegeben haben. Rendon ließ Comics über Saddam drucken und organisierte eine Wanderausstellung über dessen Gräueltaten. Das Ziel: sich häufende Berichte über die humanitäre Katastrophe im Irak diskreditieren und "den Druck für Sanktionen stärken".

Aber die Zahl von Rendons Kritikern wächst. William Arkin, Militärexperte und NBC-Kommentator, hält die gesamte Werbetätigkeit der Regierung für "Verschwendung von Steuergeld". Wenn vorher 80 Prozent der islamischen Welt die USA hassten und nun 100, frage er sich: "Wo ist der Effekt?"

Neben "Wahrnehmungsmanagern" wie Rendon setzt die US-Regierung beim Verkauf des Krieges in erster Linie auf bewährte Fernsehsender. Damit die Deutungsmacht der Bilder gesichert ist, wird das US-Militär wieder einige hundert Plätze an loyale Medienpartner verteilen, allen voran eingespielte Golfkriegsproduzenten wie CNN und Fox. Wer die Regieanweisungen des Militärs unterläuft, dürfte seine Akkreditierung verlieren.

Da der Informationsfluss jedoch inzwischen durch Satellitenübermittlung schwerer zu kontrollieren und das Schlachtfeld - wie Afghanistan zeigte - kaum abzuriegeln ist, könnte das Pentagon kurzfristig die Strategie ändern. Schon am Hindukusch luden die Militärs Journalisten ein, Einsätze wie die "Operation Tora Bora" aus der Nähe mitzuerleben.

Zudem können Journalisten seit November in "Boot-Camps" auf US-Truppenübungsplätzen lernen, wann sie besser Gasmasken aufsetzen sollten. Oder aus welcher Richtung die Kugeln kommen, die über sie hinwegpfeifen.

"Das Kalkül dahinter ist Korruption durch Nähe", sagt Danny Schechter, Chefredakteur von "Mediachannel", einer der bekanntesten medienkritischen Adressen im Internet. "Es herrscht eine Atmosphäre der patriotischen Correctness."

Für Sender wie Fox ist der Krieg vor allem eine Frage der Optik, des Sounds und der Quote. Und da ist die Hilfe der Militärs unerlässlich. Zudem dient es einem nützlichen Zweck: Der Technokrieg mit Aufnahmen aus den Bomber-Cockpits und fernen Feuerwerkssequenzen gaukelt ein beherrschbares Risiko vor. Das Feldherrenpanorama der häuslichen Glotze sorgt für Ruhe an der Heimatfront.

Seit dem Vietnam-Krieg fürchtet das Pentagon nichts mehr als beunruhigte Bürger und Kriegsreporter wie Harrison Salisbury, der 1966 für die "New York Times" die regierungsamtliche Legende vom "Präzisionsbombardement" in Hanoi entlarvte.

So weit wollen es die Verantwortlichen nicht mehr kommen lassen. Denn schon die zahlreichen Vorberichte vom möglichen Schlag gegen den Irak zeigen, dass dies der "schönste" Krieg werden soll, den es je am Bildschirm zu sehen gab.

Selbst die ARD stimmte in einer romantischen Reportage vom US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" kürzlich darauf ein: Man sah F-18-Kampfflugzeuge vor der untergehenden Sonne am Persischen Golf starten und Soldaten hinter Sonnenbrillen, die im Gegenlicht den Daumen in die Luft reckten.

Gezeigt wurden Männer wie der Bootsmann Mike, ein Patriot, "seit ich aus meiner Mutter herausgekrochen bin", oder seine beiden Kameraden, die sich auf "die größte Show der Welt" freuen.

Pro Tag schleust die U. S. Navy mitunter fünf Journalisten-Teams über die "Lincoln". Zwar streute die Co-Produktion von NDR und BBC streckenweise ein wenig Distanz ein, doch letztlich schien der Autor vom Sog der Bilder überwältigt.

"Kampfflugzeuge im Anschnitt", sagt der verantwortliche Redakteur Thomas Berbner, "haben eben eine gewisse Ästhetik."

NILS KLAWITTER

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gruß, mick (bekennender alteuropäer)

prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

28.02.2003 17:44
#4 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
Präsident Bush vor US-Truppen: "Wir verkaufen ein Produkt"

und da gibt es auch immer noch leute (auch hier im forum), die den menschenverachtenden zynismus dieses amerikanischen präsidenten toll finden!!!!


TheLion Offline

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Beiträge: 2.739

28.02.2003 17:53
#5 RE:Söldner der Lüge Antworten

Wo ihr schon beim Spiegel seit:

In Antwort auf:
Der Kreuzzug des George W. Bush


Mit dem Sturm auf Bagdad will US-Präsident Bush offenbar einen göttlichen Auftrag erfüllen. Wie etwa 95 Prozent seiner Landsleute glaubt er an eine höhere Macht, die des Menschen Geschicke leitet. Gemeinsam mit rund 60 Millionen Amerikanern bezeugt der "wiedergeborene Christ" Bush Dankbarkeit für seine Läuterung - so schwor der Texaner laut Selbstaussage allein mit Gottes Hilfe dem Dämon Alkohol ab. In seinen Zwiegesprächen mit dem Allmächtigen bittet er daher um Stärke für seine größte Aufgabe: "Gott hat uns aufgerufen, unser Land zu verteidigen und die Welt zum Frieden zu führen."

Seinen etwa 150.000 Mann starken Streitkräften rund um den Irak gibt der Präsident Biblisches mit auf den Weg: "Arbeitet nicht nur daran, ein guter Soldat oder ein guter Matrose zu sein, sondern liebt euren Nächsten, wie ihr selbst geliebt werden möchtet." Doch was zeichnet das organisierte Christentum aus, dem Bush seine Präsidentschaft verdankt? Und zu welchen Prioritäten treibt ihn diese moralische Mehrheit? Im XXP-Studio diskutieren SPIEGEL- Redakteure mit Karsten Voigt, Koordinator für deutsch- amerikanische Beziehungen im Auswärtigen Amt, und Karl Kaiser von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.





THELION

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Baphomet Offline

männliches Tratschweib
DEL, NHL & Intern. Mod


Beiträge: 6.061

28.02.2003 18:12
#6 RE:Söldner der Lüge Antworten

For some time now, the inequalities that are embedded into the American system have bothered me. As they are becoming progressively worse and it is clear that the government's priorities are not bettering the quality of life for all of it's people, but rather on expanding it's own power, I can no longer, in good conscience, salute the flag.

The war America will soon be entering in has reinforced my beliefs, while further angering me. I am aware that this is a time of fear for many Americans, and the media has done a fine job of maintaining that fear and riling up people's emotions. However, amidst this fear people have lost sight of the fact that Bush's plan for "maintaining our safety" will cause many innocent people, women and children, mothers and babies, to die overseas. Furthermore, going to war will likely provoke more violence in this country.

It does not bother me that so many Americans oppose me. If anyone looked deeper than the headlines they would find that my arguments are true. Besides, whether or not people agree with me is irrelevant. It is my right as an American to stand for my beliefs the way others have done against me. Being patriotic cannot simply be an empty slogan. Patriotrism can be shown in many ways, but those who choose to do so by saluting the flag should recognize that the American flag stands for individuality and freedom. Therefore, any true patriot must acknowledge and respect my right to be different.

Toni Smith (woman on the picture) on http://www.espn.com

das ganze machte sie beim abspielen der nationalhymne vor dem spiel, seitdem gab es auf der webseiteihres teams 2 millionen zugriffe.

Atenio

Bapho!



TheLion Offline

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Beiträge: 2.739

28.02.2003 18:25
#7 RE:Söldner der Lüge Antworten

Sowas find ich absolut genial!
In Amerika mit dem Rücken zur Fahne (und dann noch diese Aussage dazu) das hat was!!!



THELION

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Probie Offline

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28.02.2003 18:31
#8 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
Toni Smith (woman on the picture) on http://www.espn.com

das ganze machte sie beim abspielen der nationalhymne


Da kann ich nur ganz tief meinen (nicht vorhandenen) Hut ziehen und RESPEKT sagen !!

Wie ich schonmal an anderer Stelle gesagt hab, viele Leute haben Angst, als unpatriotisch zu gelten, man kann aber auch zu seinen Ansichten stehen. Find ich wirklich sehr mutig !

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Jody Shelley Games: 56 ; Majors: 22 ; PIM: 208
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prankster Offline

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Beiträge: 4.115

28.02.2003 18:31
#9 RE:Söldner der Lüge Antworten


alle achtung, das mädel hat mut. und das weckt in mir doch noch ein bisschen hoffnung für das amerikanische volk; es können doch nicht alle blind, taub und mit einem haselnussgroßen hirn ausgestattet sein, oder?

TheLion Offline

NHL-Legende


Beiträge: 2.739

28.02.2003 19:34
#10 RE:Söldner der Lüge Antworten

Richtig, wenn ein Grossteil der Amerikaner so mutig wäre könnte der Krieg wohl verhindert werden. Da sich aber nicht genug Leute trauen sowas zu veranstalten wird das den Bush ziemlich kalt lassen.



THELION

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prankster Offline

NHL-Legende

Beiträge: 4.115

28.02.2003 20:18
#11 RE:Söldner der Lüge Antworten


obwohl seine beliebtheit inzwischen, sprich wiederwahlchancen (ein lächerliches wort bei einem präsidenten, der gar nicht wirklich von der mehrheit gewählt wurde) unter 50% gesunken ist und bei einem krieg ohne uno-mandat wohl auf 30% fallen wird.

aber dann ist es leider zu spät

Cornholio Offline

Schnulzenkönig


Beiträge: 5.823

01.03.2003 20:25
#12 RE:Söldner der Lüge Antworten

Ich hab zwar aus Zeitmangel keinen der geposteten Artikel gelesen, aber ich hab letztens "Bowling For Columbine" gesehn und war und bin schockiert !!!

Hier ein paar "Fakten" zu den USA

History Of The USA

1953 Die US-Regierung stürzt den iranischen Premierminister Mossadeq
Schah wird als Diktator von den USA eingesetzt

1954 Die USA stürzt in Guatemala den demopkratisch gewählten Präsidenten Arbenz
200.000 Zivilisten werden getötet

1963 Die USA unterstützen die Ermordung des südvietnamesischen Präsidenten Diem

1963-
1975 Die US-Armee tötet 4 Millionen Zivilisten in Südostasien

11.9.1973 Die USA zetteln Putsch in Chile an
Der demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende wird ermordet und der Diktator Pinochet eingesetzt
5.000 Chilenen werden ermordet

1977 Dei USA unterstützt die Militärregierung in El Salvador
70.000 Salvadorianer und 4 amerikanische Nonnen wurden getötet

1981 Die Reagan-Administratoren finanziert die "centras". 30.000 Nicaraguaner sterben

1982 Die USA geben Waffenhilfe in Milliardenhöhe an Saddam Hussein, um Iraner zu töten

1983 Das Weisse haus liefert geheim Waffen an den Iran um Iraker zu töten

1989 Manuel Noriegan, CIA-Agent und Präsident von Panama widersetzt sich Befehlen aus Washington
Die USA marschieren in Panama ein und setzen Noriegan ab
3.000 panamesische Zivilisten sterben

1990 Der Irak überfällt Kuwait mit Waffen aus den USA

1991 Die USA greifen den Irak an
Bush sen. setzt den kuwaitischen Diktator wieder ein

1998 Clinton bombadiert eine "Waffenfabrik" im Sudan
In der Fabrik wurde Aspirin hergestellt

1991-
heute US-Flugzeuge bombadieren wöchentlich den Irak
UN schätzt Zahl toter irakischer Kinder durch Bomben und Sanktionen auf 500.000

2000-
2001 Die USA geben afghanischer Taliban-Regierung 245 Millionen US-$

11.9.2001 Bin laden benutzt sein CIA-Training um 3.000 Menschen zu töten

muss mehr gesagt werden ???
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TheLion Offline

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01.03.2003 20:53
#13 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
"Bowling For Columbine"

Kann mir irgend jemand diesen Film geben??? Ich kenne nur das Buch dazu (Stupid White Men) und bin davon völlig begeistert!

(Also net von dem was in Amiland abgeht sondern von der Art und Weise wie´s aufgedeckt und beschrieben wird!)



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AustrianGiant#7 Offline

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01.03.2003 21:45
#14 RE:Söldner der Lüge Antworten

In Antwort auf:
History Of The USA
Was du aufgezählt hast war ja nur in den letzten 50 Jahren, ich darf nur an die vielen Indianer erinnern die ihr leben lassen mußten.

Hedge Fund Offline

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01.03.2003 22:55
#15 RE:Söldner der Lüge Antworten

Also ich möchte auch mal meinen Senf zu der USA-Propaganda in punkto Kriegsvorbereitungen abgeben. Sicherlich ist dies alles, was man hier so liest, nicht besonders "glücklich" und erhärtet nur die amerikanischen Resentiments, die es hierzulande verstärkt gibt, aber die Demonstrationen für Frieden und gegen die USA sind Meinung nach eine bodenlose Frechheit und diese Leute haben nicht besonders viel Hirn im Kopp! Denn der Täter und Diktator ist Saddam Hussein!!! Ich wäre bei einer Demonstration gegen das menschenverachtende System von Hussein, der sein Volk foltert, unterdrückt und verhungern läßt jederzeit dabei, aber nicht gegen ein Land, dass dagegen vorgehen möchte. Den Fehler, den die USA ohne Zweifel begannen haben, ist dass sie nicht schon beim Kuwait-Krieg das Regime davon gejagt haben. Allerdings muss man hier sehen, dass die UN dies zum großen Teil verhindert hat, da die Weltgemeinschaft nicht mit einer Stimme entschlossen sprechen konnte/wollte. Jeder der für Frieden im Irak ist, unterstützt indirekt Saddams Herrschaft und verlängert das Leiden der Bevölkerung. Und somit ist Schröder der gefeierte Held von Saddam. Habt ihr schon einmal irakisches TV geschaut? Da ist Deutschland ein heldenhaftes Land, dass gegen den "Satan" USA ist. Auch wenn dies die friedlichen Demonstranten gar nicht absehen, erhöhen sie mit ihrem Verhalten nur den Hochmut und die Autorität Saddams. Die Bush-Regierung weiß wenigstens mittlerweile, dass man nur mit immensen Driuck Saddam verdrängen kann. Mit der laschen Einstellung von Schröder und Co. wird da nie ein Wandel geschehen. Wer von vorne herein jegliches Eingreifen ausschließt beraubt sich jedem Druckmittel und ist nur eine reine Marionette. Nicht dass ich jetzt hier als Kriegstreiber hingestellt werde: Ich bin auch für Frieden auf der Welt! Aber Demokratie und Frieden muss auch verteidigt werden! Und mit den Marionetten von Inspektoren im Irak, die nun schon seit über zehn Jahren erfolglos sinnlos umhersuchen, ist es nun einmal nicht getan, da sie gar nicht an die mobilen Labore herankommen. Also lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Die Politik der USA mag zum Teil für uns überheblich daherkommen, ist aber auf jeden Fall durchdachter und logischer als diese Anti-Kriegs-Propaganda in Deutschland. Die Exil-Iraker schütteln hierzulande darüber auch nur den Kopf. Und hört bloß auf mit dem "Öl"...
Sicherlich geht es auch zum Teil um die Verteilung von Ressourcen, aber wenn sich dadurch der Lebensstandard der Iraker bessern würde, wäre dies auch jeden Fall nur positiv. Und ein reines Aubeuten der Ölfelder durch die USA setzt die Weltgemeinschaft sowieso enge Grenzen. Dies könnten sich die USA gar nicht erlauben.

Also ein bissl mehr Verständnis für Amerika bitte!


ALLEZ Aiello ALLEZ!

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