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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Frankfurt Lions
Echaz Offline

Juniorenspieler


Beiträge: 55

06.03.2002 00:05
Presse vom 6.3.2002 Antworten
Frankfurter Rundschau

Not gegen Elend

Frankfurt Lions verlieren auch in Mannheim / Duell der beiden Kellerkinder droht


Von Reinhard Sogl (Mannheim)

Die Frankfurt Lions sind ihrem Ziel, nicht schon nach dem Ende der Doppelrunde die Eishockey-Saison beenden zu müssen, einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Blöderweise werden sie sich aber nicht in den Play-offs wiederfinden, sondern sie müssen sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, als Strafe für eine unterirdische Saison in bis zu sieben Duellen mit dem Tabellenletzten den Absteiger ermitteln zu müssen. Denn während die Keller-Konkurrenten Oberhausen, Essen und Schwenningen am Dienstag punkteten, war der jetzige Tabellenvorletzte trotz bemerkenswerter kämpferischer Leistung nicht in der Lage, beim Lieblingsfeind Adler Mannheim für eine Überraschung zu sorgen. Mühsam gewannen die in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) gegen das Frankfurter Rumpfteam in einem Spiel der Marke Not gegen Elend.

Olympia wirft seine Schatten hinterher. Weil die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in Salt Lake City das Viertelfinale erreicht hatte, konnte das eigentlich für den 22. Februar terminierte DEL-Derby erst gestern stattfinden. Doch trotz vier Mannheimer Olympiateilnehmern wäre es das eigentlich schon gewesen mit den Reminiszenzen an die Winterspiele, hätte nicht Schiedsrichter Gerhard Müller offensichtlich Anschauungsunterricht genommen bei seinen NHL-Kollegen. Die hatten jeden hohen Stock mit leichter Verletzungsfolge gleich mit einer Fünf-Minuten-Strafe sanktioniert.

Analog dieser Praxis verhängte Müller schon in der 9. Spielminute gegen Steve Palmer wegen eines Foulspiels gegen Michel Picard fünf Strafminuten und schickte den Frankfurter Stürmer zum Duschen. Womit die Gäste, denen nun am kommenden Freitag beim Klassenerhaltskonkurrenten Revier Löwen auch Palmer fehlen wird, nur noch sieben gelernte Angreifer hatten. Nach Pearson, Sandner und Gervais musste auch Seliwanow passen, angeblich wegen einer Rückenverletzung. Zudem fehlte auch noch Verteidiger Tully.

Angesichts dieser Personalmisere zog sich die Mannschaft von Trainer Butch Goring beim Meister achtbar aus der Affäre. Zwei der drei bisherigen Saisonduelle gegen die Adler hatten die Lions gewonnen, beim vierten Aufeinandertreffen konnte die Marschrichtung eigentlich nur Schadensbegrenzung lauten. Ein Blick auf die dritten Sturmreihen verdeutlicht die ungleichen Kräfteverhältnisse. Frenzel, Girard und Appel bei den Lions, Worobjew, Ustorf, Stevens bei den Adlern - das ist etwa so wie die DEB-Auswahl gegen Team Canada.

Dennoch war es eher Zufall, dass just diese Reihe klangvoller Namen das 1:0 für den Favoriten erzielte. Denn die Führung der Adler an sich war mehr dem Zufall geschuldet als gekonntem Spiel. Olympiateilnehmer Ustorf staubte bei Mannheimer Überzahl ab, nachdem Torhüter Reddick einen Schuss von Dennis Seidenberg nur hatte abprallen lassen können.

Gewiss, die ebenso wie die Lions zuletzt formschwachen Gastgeber hatten die weitaus höheren Spielanteile, die besseren Torchancen aber besaßen die Hessen. So vergab der später ebenfalls zum Stürmer umfunktionierte Verteidiger Doyle in der 19. Minute in aussichtsreicher Position. Eine noch bessere Möglichkeit zur Führung bot sich in der 32. Minute dann Sliwtschenko, der nach einem Break aber gleichfalls am Mannheimer Schlussmann Rosati scheiterte. Und schließlich brachte in diesem niveauarmen Derby auch Malgunas (42.) die Scheibe nicht im Tor unter. Stattdessen Doyle in der Schlussminute den Puck im eigenen Netz, als er gegen Stevens klären wollte. Es war ein passender Schlusspunkt.

Adler Mannheim - Frankfurt Lions 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). - Tore: 1:0 Ustorf (38:52), 2:0 Stevens (59:35). - Schiedsrichter: Müller (Schierke). - Zuschauer: 5000. - Strafminuten: Mannheim 12 - Frankfurt 17 plus Spieldauerdisziplinar (Palmer)

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FNP

Frankfurt Lions verlieren auch in Mannheim

Mannheim.
Das Playoff-Teilnehmerfeld in der Deutschen Eishokey-Liga (DEL) nimmt Formen an. Mit einem 6:0-Sieg bei den Berlin Capitals haben die von Bundestrainer Hans Zach trainierten Kassel Huskies als fünfte Mannschaft den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft praktisch sicher. Tabellenführer Krefeld Pinguine, Adler Mannheim, die München Barons und die Nürnberg Ice Tigers standen bereits als Playoff-Teilnehmer fest.

Im Spitzenspiel zwischen den Nürnberg Ice Tigers und den Krefeld Pinguinen waren nach dem 2:1-Penaltysieg des Spitzenreiters beide Teams zufrieden. Krefeld verteidigte die Tabellenführung mit einem Zähler Vorsprung vor den Adlern Mannheim, die gegen die Frankfurt Lions gestern Abend mit 2:0 erfolgreich waren. Die Ice Tigers sicherten sich mit nunmehr 103 Punkten zumindest schon den vierten Platz und damit das Heimrecht im Playoff.

Die lustlos wirkenden München Barons verpassten mit einer 2:3Heimpleite gegen Abstiegskandidat Revier Löwen Oberhausen den Sprung an die Tabellenspitze. Peter Gulda schoss den Oberhausener Siegtreffer. Die Münchner müssen in den kommenden vier Wochen auf Stürmer Andrew Schneider verzichten, der nach einem Mittelhandbruch operiert wurde. Die Kassel Huskies gewannen durch die Tore von Thomas Daffner (2), Brent Peterson (2), Stephane Robitaille und Sven Valenti bei den desolaten Berlin Capitals mit 6:0 und haben mit 85 Punkten einen Platz unter den ersten Acht so gut wie sicher.

© 2002 Rhein-Main.Net

LionsChris ( Gast )
Beiträge:

06.03.2002 07:26
#2 RE:Presse vom 6.3.2002 Antworten
06.03.02 Mannheimer Morgen
2:0 - die Mannheimer Adler spielen mäßig, aber gewinnen
EISHOCKEY: Nach mühevoll erkämpftem Heimsieg gegen die Frankfurt Lions auf Rang zwei / Sorgen um Stewarts Sohn Jesse
Von unserem Redaktionsmitglied Stefan Skolik

Erwarteter Pflichtsieg für die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey-Liga: Gegen die abstiegsbedrohten Frankfurt Lions gelang der Mannschaft von Trainer Bill Stewart vor 5000 Zuschauern im Eisstadion am Friedrichspark ein mühevoller 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)-Erfolg, der den deutschen Meister im Rennen um die besten Play-off-Plätze auf Rang zwei hinter Krefeld vorrücken ließ. Dem einst so emotionsgeladenen DEL-Nachbarschaftsderby fehlte diesmal fast jede Spannung und Brisanz: Die Adler versuchten, eine disziplinierte und defensivstarke Leistung abzuliefern, Frankfurt dagegen verfügte nur über beschränkte Mittel, um den Titelverteidiger wirklich in Gefahr zu bringen.

Eine schockierende, private Nachricht hatte Coach Stewart vor der Partie zu verkraften. Sein Sohn Jesse hatte zu Hause in Kanada einen schweren Unfall beim Eishockeyspielen erlitten, eine schwere Kopfverletzung davongetragen. Er wurde operiert und lag seitdem im Koma. Der 43 Jahre alte Kanadier verzichtete verständlicherweise auf die anschließende Pressekonferenz (für ihn erschien Co-Trainer Helmut de Raaf), um sich sofort um seine Familie kümmern zu können - wenigstens per Telefon.

Auf dem Eis knüpften die Adler nahtlos an die mageren Vorstellungen in Krefeld und zuletzt beim 1:2 gegen die DEG an. Wenig Zwingendes bot der fünffache deutsche Meister gegen die personell arg dezimierten Frankfurter, die gestern auch auf den verletzten Topscorer Selivanov verzichten mussten und dazu noch Palmer (fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe nach einem Stockschlag mit Verletzungsfolge gegen Picard) verloren. Drei gute Möglichkeiten durch Pasco (14./17.) und Stevens standen zu Buche, doch Lions-Keeper Reddick zeigte sich in Form. Auf der anderen Seite hatten die Adler in der Schlussphase des ersten Drittels großes Glück, dass sie nicht in Rückstand gerieten: Doyle kam frei zum Schuss, und Rosati musste Kopf und Kragen riskieren.

Druckvoller starteten die Mannheimer in den zweiten Abschnitt und kamen zu einigen guten Chancen - doch dann schlich sich wieder der alte Schlendrian ins Spiel der Blau-Weiß-Roten ein, die selbst Überzahlsituationen nicht zum Torerfolg nutzen konnten. Erst 68 Sekunden vor der zweiten Pause gelang endlich der heiß ersehnte Treffer: Beim Überzahlspiel wagte Dennis Seidenberg einen Verlegenheitsknaller von der blauen Linie, und Ustorf versenkte den Abpraller zum 1:0 (39.). Viel mehr Selbstvertrauen gab die Führung allerdings nicht, auch im Schlussdrittel bestimmten technische Fehler statt spielerische Höhepunkte das Bild. Stevens setzte schließlich 25 Sekunden vor Spielende den Schlusspunkt mit einem Empty-Net-Tor zum 2:0.
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