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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 geschlossene Threads
mick Offline

Alteuropäer


Beiträge: 1.783

08.10.2003 12:10
NHL droht zweijährige „Eiszeit“ Thread geschlossen

Arbeitskampf im nächsten Jahr

NHL droht zweijährige „Eiszeit“ =

300 Millionen Dollar Verlust pro Jahr / Konkurrenzliga WHA startet

von Frank Hoffmann

Portland (sid) Die neue Saison der National Hockey League
könnte zur Abschiedstournee werden. Nachdem sich die 30
Klubbesitzer und die Spielergewerkschaft bisher nicht auf einen
neuen Rahmenvertrag geeinigt haben, deutet alles darauf hin, dass
die finanziell kriselnde Liga ihre Eishockey-Stars im Herbst 2004
aussperrt. Es wäre der erste Arbeitskampf seit 1994, als die NHL
ihre Spieler 103 Tage lang nicht aufs Eis ließ.
Die Fronten sind verhärtet, eine Annäherung ist nicht in
Sicht. „Ich sehe keinen Grund für Optimismus“, widersprach
Gewerkschaftschef Bob Goodenow vor dem Saisonstart in der Nacht zu
Donnerstag NHL-Commissioner Gary Bettman, der nach einem Treffen
beider Parteien in Toronto leichte Fortschritte erkannt haben
wollte.
Bereits seit Januar tauschen NHL und Gewerkschaft Planspiele
aus, die in schöner Regelmäßigkeit mit demselben Ergebnis enden.
Die Liga besteht auf Einführung einer Gehaltsobergrenze („Salary
Cap“), die Spieler wollen ihre Entlohnung weiter durch den freien
Markt reguliert sehen.
Glaubt man der NHL, hat das System von Angebot und Nachfrage
den Großteil ihrer Teams an den Rand des Ruins getrieben. Über 300
Millionen US-Dollar sollen die Klubs allein während der vergangenen
Saison verloren haben, Tendenz steigend. Grund seien die
Gehälterexplosion der vergangenen fünf Jahre sowie die anhaltende
Wirtschaftsflaute in den USA, die Sponsoren von ihrem sonst
üblichen Engagement abhalte. „Jeder muss die Zeichen der Zeit
erkennen, auch die Spieler“, warnte Bettmann, wohl wissend, dass
seine Worte von der Gegenseite bestenfalls als PR-Offensive im
Kampf um die Gunst der Fans interpretiert werden.
Bis zum 15. September 2004 haben beide Seiten Zeit, ein Modell
zu finden, das Insider längst als „Mission Impossible“ ad acta
gelegt haben. Während nämlich die florierende Konkurrenz von
Basketball und American Football nur etwas mehr als die Hälfte
ihrer Umsätze für Spielergehälter ausschüttet, ist die NHL mit 76
Prozent in einen Bereich vorgeprescht, der den Klubbesitzern kaum
noch Raum für die Bezahlung ihrer Unkosten, geschweige denn die
Chance auf einen Gewinn lässt. Das von Bettman gefordete
„vernünftige Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben“ kann
deshalb nach Ansicht der Klubs in der Praxis nur eines bedeuten:
Einfrieren der Gehälter und eine vorsichtige Finanzpolitik, bis im
nächsten Jahr ein neuer Fernsehvertrag ausgehandelt wird.
So konzentrieren sich schon heute die Spekulationen nicht mehr
darauf, ob sondern wie lange eine Aussperrung der Spieler dauern
wird. Angeblich hat die Liga angesichts des drohenden
Arbeitskampfes in den vergangenen Jahren 300 Millionen Dollar
beiseite gelegt, um die Organisation während der befürchteten
zweijährigen Auszeit am Leben zu halten.
Zudem schlossen die Teams in der vergangenen Sommerpause kaum
noch langfristige Verträge ab, eine Maßnahme, die sich schon bald
als Eigentor erweisen könnte. Genau zum Start der möglichen
Aussperrung nimmt nämlich die wieder gegründete World Hockey
Association (WHA) ihren Spielbetrieb auf. Der alte Rivale, der die
NHL bereits von 1972 bis 1979 gehörig ärgerte, hat bereits
Interesse an der Verpflichtung arbeitsloser NHL-Stars bekundet.
Pikanter Fakt am Rande: Jedes der zwölf WHA-Teams hat ein „Salary
Cap“ von zehn Millionen Dollar.


sorry, aber ich finde diese sammel-threads extrem unübersichtlich. daher werde ich mir wohl auch zukünftig das recht vorbehalten, den ein oderen thread zu eröffnen.

gruß, mick

Baphomet Offline

männliches Tratschweib
DEL, NHL & Intern. Mod


Beiträge: 6.061

08.10.2003 12:39
#2 RE:NHL droht zweijährige „Eiszeit“ Thread geschlossen

bitte in den alten thread, mick du bist das doch aus söldner der lüge gewohnt

Atenio

Bapho!


"Autorität setzt zwingend Freiheit voraus, die sie anerkennt oder leugnet; Freiheit wiederum das Wort im politischen Sinne genommen, setzt ebenfalls Autorität voraus, die mit ihr verhandelt, sie zügelt oder duldet. Entfernt eine von beiden - und die andere hat keinen Sinn mehr: Die Autorität ist ohne eine Freiheit, die diskutiert, Widerstand leistet oder sich unterwirft, nur ein leeres Wort; die Freiheit ist ohne eine Autorität, die ihr ein Gegengewicht bietet, ein Un-Sinn."

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