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Dieses Thema hat 18 Antworten
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 Frankfurt Lions
Seiten 1 | 2
Unterfranke Offline

Thread Hochholer


Beiträge: 989

15.11.2002 00:36
Presse vom 15.11. antworten


Die Ärzte stellen das Team auf
In Richer und Fitzgerald drohen gleich zwei Lions-Spieler bis zum Saisonende auszufallen / Am Sonntag gegen Berlin

Lions-Trainer Lance Nethery fühlt sich in seinen Kompetenzen eingeschränkt. Er darf zwar noch trainieren und motivieren, aber mit der Mannschaftsaufstellung hat der Coach derzeit wenig zu tun. Die wird momentan hauptsächlich von den Ärzten vorgenommen. "Verletzungen sind immer schlecht, aber unsere sind seit Saisonbeginn grundsätzlich zum falschen Zeitpunkt und auf der falschen Position", klagt der Eishockey-Trainer sein Leid vor dem schweren DEL-Wochenende mit dem Gastauftritt der Lions bei den Hamburg Freezers am heutigen Freitag (19.30 Uhr) und dem Heimspiel gegen die Berliner Eisbären.

Beispiel eins: Seit Kapitän Stéphane Richer verletzt ist, erwischte es zwischenzeitlich auch noch Michael Bresagk, und es fielen zudem die Verteidiger Chris Snell und Paul Stanton (mit einer Sperre) aus. Beispiel zwei: Rick Girards Verletzung traf die an Centern ohnehin nicht reich bestückten Lions auf dem falschen Fuß.

Wenn dies nur temporäre Erscheinungen wären, könnten die Lions damit leben. Tatsächlich ist nun die Wahrscheinlichkeit groß, dass gleich zwei Spieler für die gesamte Saison ausfallen. Die schlimmste Nachricht ist wohl die von der wesentlich schwerer als erwarteten Verletzung ihres Kapitäns. Der hatte sich schon im vierten Spiel am 15. September gegen Krefeld am Knie verletzt, doch die Ärzte tappten trotz großen Diagnoseaufwandes lange im Dunkeln. Entgegen der Symptome - das rechte Knie hatte kein seitliches Spiel - scheint nun doch eine Kreuzbandverletzung vorzuliegen ("zu 90 Prozent", so Nethery). Wobei unklar ist, ob der Riss möglicherweise nicht schon vorher passierte oder später, als es Richer noch mal in einigen Spielen versuchte. Aber das ist wohl noch nicht alles. Denn die andauernde Schwellung des Knies lässt auch eine weitere Verletzung, vielleicht des Meniskus, befürchten. Eine Athroskopie mit eventuell direkt folgendem Eingriff soll nun endgültig Aufschluss geben. So oder so wird Richer mindestens drei Monate, höchstwahrscheinlich aber komplett ausfallen.

Dazu kommt noch die Rückenverletzung von Rusty Fitzgerald. Selbst wenn der 30-Jährige bislang noch nicht alle Erwartungen erfüllt hat, ist er immerhin Vierter in der internen Scorerliste der Lions. Bei ihm hat sich ein Knorpel in der Bandscheibe auf einen Nerv geschoben. Auf eine Operation soll verzichtet werden, stattdessen versuchen es die Ärzte mit Spritzen. Doch erfahrungsgemäß gibt es bei Bandscheibenverletzungen keine Wunderheilungen. Und so wäre es keine Überraschung, wenn auch Fitzgerald einstweilen nicht mehr aufs Eis zurückkehrt. Dass Christoph Sandner ebenfalls mit einer Bauchmuskelzerrung ausfällt, ringt Nethery nur noch ein müdes Lächeln ab.

Nicht nur wegen der zwei schweren Spiele, die leicht mit null Punkten enden könnten, stecken die Lions in einer echten Zwickmühle. Sollen aus den zwei Punkten Rückstand auf einen Play-off-Platz nicht mehr werden, müssten sie mit der Besetzung ihrer letzten Ausländerlizenz schnell reagieren. Doch auf welcher Position ? Bis vor kurzem war klar: Ein Stürmer muss her. Aber jetzt, wo Richer definitiv länger pausieren muss, ist das nicht mehr so klar. Denn noch ein weiterer Defensivausfall wäre kaum zu kompensieren. Andererseits mangelt es den Lions eklatant an Treffsicherheit. Sollen sie also nun Risiko gehen oder nicht ? Tatsache ist, es muss schnell etwas passieren, sonst können sich die Lions eine solche Investition womöglich sparen.

Wie verquer alles läuft, beweist auch folgende Aussage von Nethery, nachdem Lions-Wunschstürmer Jesse Belanger für Hamburg gleich getroffen hat: "Hätten wir nur eine Woche eher von der Schwere von Richers Verletzung gewusst, hätten wir auch mehr Geld für Belanger gehabt." Der Hintergrund: Richers Gehalt wird nun von der Berufsgenossenschaft bezahlt und belastet nicht mehr den Lions-Etat. Bleibt fürs Erste nur Netherys Hoffnung, "dass unseren Stürmern über die Pause wieder eingefallen ist, wie man das Tor trifft".


Heute bebt wieder die Arena!
Hamburgs Kufen-Cracks heiß auf zweiten Heimsieg / Volle Halle ist garantiert

Eishockey als Einstiegsdroge. Keine Frage: Der Premieren-Sieg der Hamburg Freezers in der restlos ausverkauften Color Line Arena am Dienstag hat süchtig gemacht. Drei Tage danach sind die Entzugserscheinungen bei Spielern und Fans deutlich spürbar. Schon rund 7500 Karten sind für das heutige Spiel der „Eisschränke“ im Spaß-Tempel gegen die Frankfurt Lions (19.30 Uhr) verkauft, lange Schlangen an der Abendkasse sind garantiert. Auch die Kufen-Cracks sind heiß auf den nächsten (Schlag-)Schuss und den Kick mit dem Puck.
Noch immer hallen den Spielern die Anfeuerungsrufe und Jubelschreie im Kopf. „Die Stimmung gegen Köln war so krass, einfach Wahnsinn. Davon kann man nicht genug kriegen“, schwärmt Stürmer Markus Schröder, der morgen mit seinem Zwillingsbruder Stefan (ebenfalls Freezers-Stürmer) seinen 21. Geburtstag feiert.

Auch im heutigen Duell mit dem Tabellenneunten aus Hessen wird die Arena wieder beben. Die Freezers bauen auf die lautstarke Unterstützung ihrer neuen Anhängerschar. „Wir kriegen die Stimmung auch unten auf dem Eis mit“, so Schröder. „Das peitscht einen auf jeden Fall nach vorn.“ Der Youngster ist davon überzeugt, „dass uns allein die Arena sicherlich ein paar Punkte mehr bringt.“

Die gigantische Atmosphäre beim Köln-Spiel hat sich weit über die Grenzen Hamburgs herumgesprochen, ja sogar bis ins Ausland. Unter den unzähligen Anrufern in der MOPO-Sportredaktion, die sich gestern nach Ticket-Hotlines oder Vorverkaufsstellen erkundigten, war auch Klaus Happeter aus Villach in Österreich. Er brauche Karten für das Frankfurtspiel, denn er wolle unbedingt die Arena bewundern.

Bei aller Euphorie warnt Co-Trainer Beppo Schlickenrieder vor dem Gegner: „Die Lions spielen knallhart, oftmals unfair, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.“ Da sei Nervenstärke gefragt. Dennoch ist der kernige Bayer vom zweiten Heimsieg überzeugt. „Eigentlich kann nichts schiefgehen, wenn wir so spielen wie gegen Köln und die Zuschauer wieder unser siebter Mann sind.“ Über Letzteres brauchen sich die Freezers wohl am wenigsten Sorgen zu machen.


Die Gesichter der Freezers
Nach der rauschenden Pucknacht gegen Köln wollen die Hamburger heute die Euphorie gegen Frankfurt mitnehmen

Am Dienstag feierten die Hamburg Freezers mit dem 5:4 über Meister Kölner Haie eine rauschende Heimpremiere in der ausverkauften Color-Line-Arena. Heute (19.30 Uhr) empfangen die Neu-Hamburger den Tabellenneunten Frankfurt Lions. Eishockey ist in. 5500 Tickets sind bereits verkauft, nun werden auch die oberen Ränge geöffnet. "Es gibt genug Karten", beruhigt Geschäftsführer Boris Capla.

Die kurze Pause nutzten die Freezers, um in der neuen Arena heimisch zu werden. "Wir haben jedes Training in der Woche hier machen können, und das war gut so", sagt Co-Trainer Josef Schlickenrieder. Der Heimvorteil muss erarbeitet sein. "Jede Bande ist anders", sagt Schlickenrieder. Die Spielumgrenzung ziehen Eishockeyprofis ebenso in ihr Kalkül wie Billardspieler. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie der Puck zurückprallt. Das ist ein Erfahrungswert. Erfahrung fordert Übung. Und die ist jetzt angesagt. "Der Dienstag war richtig toll, ein fantastischer Abend, doch schon am nächsten Tag haben wir wieder ganz normal gearbeitet", erzählt Verteidiger Heiko Smazal. "Das Leben geht eben weiter", so sein trockener Kommentar. Schließlich soll gegen Frankfurt die Aufholjagd mit Ziel Play-offs fortgesetzt werden. Noch sind die Freezers nämlich Letzter.

"Wir müssen jetzt die Euphorie mitnehmen", fordert Schlickenrieder. Cheftrainer Sean Simpson und er hoffen jedoch, dass ihre Männer diesmal weniger nervös ans Werk gehen werden. "Gegen Köln waren die ersten 30 Minuten etwas zittrig", gibt der Assistent zu. Der Druck indes lässt nicht nach. Ein Erfolg gegen Frankfurt, bislang zweitschwächstes Auswärtsteam der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), dürfte als Pflichtübung gelten, auch wenn Schlickenrieder warnt: "Das ist eine sehr gute Mannschaft."

Der Nachteil für die Hamburger: Die Vorbereitung auf das Spielsystem der Hessen musste ausfallen. "Wir haben kein Video von den Lions bekommen können", so der Co-Trainer. Zudem wurde kein Match der Frankfurter bei DSF oder Premiere live übertragen. Schlickenrieder weiß aber: "Sie haben mit Lance Nethery einen neuen Coach, und ein Großteil des Teams ist erst zu dieser Saison gekommen." Zu den Neulingen gehört der frühere Crocodiles-Star Jason Dunham (32). Seit einem Jahr steht der ehemalige Farmsener Matthias Frenzel (20) als Verteidiger unter Vertrag.

Die Frankfurter sind das härteste DEL-Team. Keine anderes hat so viele Zweiminutenstrafen (181) kassiert. "Das schreckt uns jedoch nicht", meint Heiko Smazal.


Was sie über Eishockey wissen sollten

Spieldauer: Im Eishockey wird über drei Drittel mit je 20 Minuten effektiver Spielzeit gespielt. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird in den Punktspielen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sofort ein Penaltyschießen angesetzt.

Punkte: Bei einem Sieg in regulärer Spielzeit gibt es drei Punkte, bei einem Sieg nach Penaltyschießen zwei Zähler, bei einer Niederlage nach Entscheidungsschießen einen Punkt.

Mannschaftsstärke: Jedes Team hat fünf Feldspieler und einen Torhüter. Gewechselt wird fliegend.

Strafen: Bei Fouls wie Beinstellen, übertriebener Härte oder Stockschlag werden die Spieler zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Die Mannschaft muss diese Zeit mit einem Feldspieler weniger auskommen. Wird der Torhüter rausgestellt, darf ein Feldspieler die Strafe absitzen. Werden mehrere Spieler eines Teams bestraft, müssen mindestens drei Feldspieler auf dem Eis bleiben. Schießt der Gegner während der Strafzeit ein Tor, darf der Sünder, bei mehreren nur einer, vorzeitig zurückkehren.

Verletzt sich der Gegner nach einem Foul, wird der Übeltäter mit einer Spieldauerstrafe belegt. Diese zieht eine Mindestsperre von einem Match nach sich. Die Schiedsrichter können auch Fünf- und Zehnminutenstrafen verteilen, meist fürs Meckern.

Spielfeld: Es ist in drei Drittel unterteilt. Das mittlere gilt als neutrale Zone. Ein gegnerischer Spieler darf die blaue Linie des verteidigenden Teams erst überschreiten, wenn der Puck in der Zone der Verteidiger ist. Ansonsten steht er im Abseits. Schießt ein Spieler den Puck aus seiner Zone über die Torauslinie der gegnerischen Zone, gilt das als unerlaubter Befreiungsschlag (Icing). Das Spiel wird im eigenen Drittel fortgesetzt.


"Eine der weltbesten Hallen"
Beim Sportforum von NDR 90,3, "Hamburg-Journal" und Hamburger Abendblatt waren sich die Experten einig: Mit der Color-Line-Arena spielt Hamburg sportlich in einer höheren Liga

Die Color-Line-Arena bewegt zurzeit die Gemüter der Hamburger. Bestes Beispiel: das große Interesse am 17. Hamburger Sportforum im On-Stage-Restaurant des neuen Sporttempels im Volkspark. Eine Expertenrunde diskutierte über Chancen und Bedeutung der Arena für die Stadt. Mit dabei: Uwe Frommhold (Hallenchef), Hans-Jürgen Schulke (Sportamtsleiter), Boris Capla (Manager der Eishockeymannschaft Hamburg Freezers), Beppo Schlickenrieder (Co-Trainer Freezers), Sean Simpson (Trainer Freezers), Olaf Knüppel (Manager HSV Handball), Peter Möller (Kreisläufer HSV Handball). Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst:

Uwe Frommhold über

. die Publikumsakzeptanz: "Man darf die ersten sehr erfolgreichen Tage der Halle nicht überbewerten. Wir haben viel Glück gehabt mit gutem Sport und guten Konzerten. Trotzdem erwarten wir auch zukünftig ein ausverkauftes Haus. 60 Prozent der Logen sind bereits verkauft."

. die Halle: "Technisch ist alles möglich. Das Eis bleibt permanent verlegt und wird für andere Veranstaltungen mit Thermoplatten überdeckt, die Tribünen lassen sich verschieben. In den hinteren Bereichen der Halle wird noch gearbeitet, aber bis Dezember soll alles fertig sein."

. zukünftige Veranstaltungen: "Langfristig erwarten wir Reitturniere, Sechstagerennen und eventuell Go-Cart-Rennen. Fast hätten wir einen Boxkampf mit dem Universum-Stall gehabt, aber der Termin war schon besetzt. Ganz nah dran, vielleicht klappt das schon im nächsten Jahr, sind wir am Hallen-Moto-Cross. Aber auch Shows wie ,Wetten, dass . . .?' könnten hier stattfinden, wenn sich der Ligasport in der Sommerpause befindet."

. über die Gastronomiepreise: "Unser Angebot ist nicht vergleichbar mit der Currywurstbude um die Ecke. Wir haben hier eine sehr hochwertige Küche, soweit ich das schon beurteilen kann. Den Burger habe ich schon probiert. Ich denke, die Preise haben ihre Berechtigung."

. die Verkehrssituation: "Angst vor Parallelveranstaltungen in der Color-Line-Arena und der AOL-Arena haben wir nicht. Aber man muss sich auch hinsichtlich der Olympiakandidatur Gedanken machen, wie der öffentliche Nahverkehr näher an die Halle herangeführt werden kann."

. HSV Handball und die Freezers: "Der Umzug der Teams ist eine unglaubliche Leistung. Jeder musste sich erst zurechtfinden. Es würde mich sehr freuen, wenn sich beide etablieren könnten. Lasst sie doch zunächst in Ruhe spielen."

Hans-Jürgen Schulke über

. die Bedeutung der Arena für die Stadt: "Die Halle ist der nötige Schritt nach vorn. Hamburgs Ensemble an Sportstätten wurde auf höchstem europäischen Niveau komplettiert. Hamburg wird durch die Arena in der Sportwelt jetzt anders wahrgenommen."

. Impulse für die Olympiabewerbung Hamburgs: "Die Fertigstellung der Halle in der Bewerbungsphase ist sehr wichtig. Es zeigt, dass die Hamburger schnell bauen können. Die Arena ist ein vorbildliches Modell im Bereich Private-Public-Partnership (Finanzierung und Betrieb mit privaten und öffentlichen Mitteln), die Stadt wurde finanziell nicht übermäßig belastet. Es ist vertraglich geregelt, dass die Halle bei Ereignissen wie Olympia werbefrei zur Verfügung steht. Schließlich kann nach den ersten Veranstaltungen keiner mehr an der Begeisterungsfähigkeit der Hamburger zweifeln."

. über das Olympia-Konzept: "In Hamburg hätte man Spiele im Herzen der Stadt, nicht auf der grünen Wiese. Zudem lagen fast alle Olympia-Städte am Wasser. Das erleichtert den Transport und schafft Atmosphäre."

Sean Simpson über

. die Color-Line-Arena: "Die Halle ist vergleichbar mit denen in Amerika. Es ist eine der besten Arenen, die es gibt.

. das erste Spiel: "Ein wunderschöner Abend. Nach zwei Monaten war es fantastisch, endlich ein Heimspiel zu haben. Wir wussten nicht, wie uns die Hamburger unterstützen würden. Letztlich war die Stimmung viel besser als erwartet. Ich hoffe es geht so weiter, denn das brauchen wir, um in die Play-offs zu kommen."

. das Leistungsvermögen der Freezers: "Wir sind nicht so schlecht, wie es in der Tabelle aussieht. Es lag daran, dass wir bisher nur Auswärtsspiele hatten. In der Mannschaft steckt das Potenzial für die Play-offs."

. den Heimvorteil: "Die Zuschauer waren ein großer Teil unseres Erfolges im ersten Heimspiel. Zudem gibt es eine Statistik, wonach die Auswärtsteams mehr Strafzeiten erhalten als die Heimmannschaften."

Beppo Schlickenrieder über

. die Heimpremiere der Freezers: "Die Mannschaft war begeistert. Es kommt nicht oft vor, dass man vor so vielen Zuschauern spielt. Die Spieler mussten die Erlebnisse nach dem Spiel erst verarbeiten und saßen länger in der Kabine als sonst."

. den Umzug nach Hamburg: "Es macht Spaß, hier in Hamburg Pionierarbeit zu leisten. Einen Verein quer durch die Nation zu verlegen ist einmalig in Deutschland. Für mich als Person ist es schwierig, so lange von der Familie getrennt zu sein. Doch sollte sich Eishockey in Hamburg etablieren, können wir unseren Enkeln sagen: ,Wir waren dabei.'"

Boris Capla über

. den Neuanfang: "Eine Identität, einen Namen zu finden, ist nicht einfach. Ziel war, Eishockey zu kommunizieren. Der Slogan ,Welcome on Planet Ice' erschien uns geeignet. Den Namen Freezers (Eisschränke) haben wir aus dem Film Batman II. Wir wollten einfach nicht ein weiteres Tier in der Liga sein."

. den Aufbau einer Fankultur: "Das Wichtigste ist Spiele zu gewinnen. Zweitens muss man eine Gestalt bekommen, physisch anwesend sein. Zudem wird ein Fanforum gegründet."

. fehlende Tradition: "So etwas wächst von innen. Aber Tradition kann auch ein Hindernis sein, weil dann immer verglichen wird.

Olaf Knüppel über

. die Handball-Premiere in der Arena: "Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, das mitzuerleben. Die Zuschauer waren absolut begeistert, das hat uns Mut gemacht."

. die momentane Situation der Mannschaft: "Ich bin zu sehr Handballer, um nicht mitzuleiden. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir am 30. November (nächstes Heimspiel) ein tolles Event haben werden. Wir müssen weiterhin guten Sport anbieten. Ich bin 100 Prozent davon überzeugt, dass wir Ende der Saison noch da sind und eine Grundlage geschaffen haben, die nächste Saison entspannter anzugehen."

. den neuen Sponsor: "Wir müssen Handball als Marke etablieren, unser Image verbessern, um weitere Sponsoren zu gewinnen. Meine Aufgabe ist es, den Etat zu decken, und ich vespreche: Wir werden vernünftig leben. Das Geheimnis um unseren Sponsor L.U.C.Y. wird spätestens im Heimpiel gegen Magdeburg am 18. Dezember gelüftet."

Peter Möller über

. seine verpasste Arena-Premiere: "Ich habe wie alle lange darauf gewartet. Es war sehr traurig, dass ich zuschauen musste."

. die Ziele seiner Mannschaft: "In uns steckt noch viel. Vielleicht können wir in ein paar Jahren um die Meisterschaft mitspielen. Wir müssen weiter hart trainieren."

. über die Gründe für die sportliche Misere: "Wir haben vier verletzte Führungsspieler. Mit dem Trainer haben wir kein Problem, der kann im Moment nicht mehr machen. Es liegt auch nicht an der Kondition. Das ist eher eine Kopfsache. Vielleicht brauchen wir einen Psychologen.

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Kallewirsch Offline

Nationalspieler


Beiträge: 428

15.11.2002 06:06
#2 RE:Presse vom 15.11. antworten

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Kreuzbandriß und andere Schäden/Personeller Engpaß bei den Lions
Richer droht das Ende der Karriere

FRANKFURT. Zeit heilt eben doch nicht alle Wunden. Dem lädierten rechten Knie von Stephane Richer hat auch die zweiwöchige Pause aufgrund des Deutschland-Cups nicht gutgetan. Im Gegenteil. Der kanadische Eishockeyprofi in Diensten der Frankfurt Lions, der die Spielunterbrechung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eigentlich hatte nutzen wollen, um die ihn seit Wochen plagende Blessur ein für allemal auszukurieren, ist immer noch nicht einsatzfähig - und wird es in dieser Saison wohl auch nicht mehr werden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat der Mannschaftskapitän der Eis-Löwen einen Kreuzbandriß erlitten, vermutlich in einem Zweikampf mit dem Krefelder Christoph Brandner im Heimspiel am 15. September. Als "niederschmetternd" bezeichnete Trainer Lance Nethery die Diagnose, die nach Wochen des Zweifelns und Rätselns wenigstens etwas Gutes mit sich bringe: "Zu 99,999 Prozent" falle Richer für den Rest dieser Saison aus, selbst das Ende der Karriere müsse in Erwägung gezogen werden, sagte Nethery. Wenngleich der 36 Jahre alte Richer "ein Kämpfer ist, und ich glaube, daß er wieder kommt".

Der Abwerhspieler, der vor seinem Wechsel an den Main mit Mannheim viermal deutscher Meister wurde, war in der vergangenen Woche in seine Heimat, die kanadische Provinz Quebec, geflogen und hatte sich von einem Doktor seines Vertrauens untersuchen lassen - der ihm den niederschmetternden Befund mit auf die Rückreise nach Europa gab. In Hessen wieder angekommen, wurde die Beurteilung von einem Frankfurter Spezialisten bestätigt, der mit dem international renommierten Sportarzt Richard Steadman aus Vail im amerikanischen Bundesstaat Colorado zusammenarbeitet.

In den Partien und Trainingseinheiten zuvor hatte Richer bei intensiver körperlicher Belastung regelmäßig über Schmerzen und Schwellungen geklagt; mehrere Mediziner hatten ihn untersucht und waren dabei zu keinem eindeutigen Urteil gekommen. Die erste Diagnose der Mannschaftsärzte sei "leider nicht richtig gewesen", sagte Nethery, der sich darüber beklagte, daß bei der Behandlung wichtige Zeit verlorengegangen sei. Möglicherweise sei bei dem Verteidiger "noch mehr kaputtgegangen": Auch ein Innenband- und Meniskusschaden wird von ihm nicht ausgeschlossen. Bei einer abermaligen Kernspintomographie in einer Klinik in Straubing soll nun endgültige Klarheit auch über die möglichen Operationsmöglichkeiten und die sich anschließenden Rehamaßnahmen erzielt werden.

Um den personellen Engpaß zu beheben, plant Nethery, bis auf weiteres Jan Hemmes (bislang an den EC Bad Nauheim ausgeliehen) und Matthias Frenzel als Nachwuchs-Verteidigerpaar auflaufen zu lassen. Den Kauf eines deutschen Abwehrspielers schloß der Trainer aus: Die Kandidaten, die derzeit auf dem Markt seien, würden den Lions nicht wirklich weiterhelfen. Auch der Transfer eines NHL-erfahrenen Mittelstürmers, der in den vergangenen Tagen eigentlich vollzogen werden sollte, ist vorläufig auf Eis gelegt. "Wir werden unsere Personalplanung unter den neuen Vorzeichen noch einmal völlig überdenken, sagte Nethery. Gemeinsam mit Manager Bernie Johnston würde in den nächsten "drei bis fünf Tagen eine Entscheidung fallen, wen wir wann holen".

Beim Gastspiel der Frankfurter bei den Hamburg Freezers an diesem Freitag (19.30 Uhr) und am Sonntag gegen die Eisbären Berlin (18.30) fällt außerdem der Stürmer Christoph Sandner (Bauchmuskelzerrung) aus. Das gleiche gilt auch für den Amerikaner Rusty Fitzgerald, dessen Bandscheibenprobleme schwerwiegender sind als ursprünglich gedacht. Auch er soll zunächst einmal nicht operiert werden. Wann er nach einer Spritzenkur wieder auf die Beine kommt, vermochte Nethery nicht zu sagen. Er wollte es auch nicht. Denn seit dem Knie-Fall Richers scheut er bis auf weiteres Prognosen, was die Genesung eines verletzten Spielers angeht. MARC HEINRICH

Gruß vom Kallewirsch

P.S.: Sieht dann ja doch wohl sehr nach der Verpflichtung eines Verteidigers aus - wahrscheinlich einer, der auch Mittelstürmer spielen kann, und die 30 Tore die er schiessen wird, sich auch noch selbst vorlegen kann

Balrog Offline

Heimschläfer
Auswärts-Mod


Beiträge: 3.745

15.11.2002 07:31
#3 RE:Presse vom 15.11. antworten

Hmmmm....ich denke wenn Nethery Frenzel spielen lässt haben wir hinten immer noch 6 Verteidiger, so dass man es vielleicht wagen kann doch einen Stürmer zu holen.

Andere Variante wäre Laylin in den Sturm zu stellen, wo er ja beim IEC auch gut mitgespielt hat und für hinten ein absolutes Monster von "Offensiv/Deffensiv ich kann alles und reiß die ganze Mannschaft mit" Verteidiger zu holen.

So spntan fällt mir da Niklas Lidström ein. [image] http://img.homepagemodules.de/grin.gif[/image]




AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAALLEZ AMBRI...ALLEZ ALLEZ!
Et s'il ne reste plus que toi!
Et que tu ai encore la foi!
N'oublie jamais de chanter!
Pour tes couleurs!
Pour ta fierté!

Bine Offline

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Beiträge: 8.717

15.11.2002 08:07
#4 RE:Presse vom 15.11. antworten

BildRicher kaputt
Löwen fordern Regeländerung
nk

Eis-Löwen-Trainer Lance Nethery hat den Schock des Kreuzbandrisses seines Kapitäns immer noch nicht überwunden.

„Ich hätte nie gedacht, daß ich ausgerechnet Richer ersetzen muß. Die DEL muß die Lizenzbedingungen ändern. Wenn ein Spieler verletzungsbedingt die ganze Saison ausfällt, müsste man Ersatz holen können“, fordert der Coach.

Auf der Fahrt gestern zum schweren Auswärtsspiel nach Hamburg war der Platz neben Nethery für Manager Bernie Johnston reserviert: „Da hatten wir genug Zeit darüber zu reden, wie wir vorgehen.“ Übrig bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder die Lions holen einen Verteidiger und nehmen Laylin nach vorne oder ein neuer Stürmer muß her.

Neben Richer fehlen heute und am Sonntag (18.30 Uhr, Eissporthalle) gegen die Eisbären auch Rusty Fitzgerald und Christoph Sandner.



Gruß Bine

La la lala la lala lala lala - BUSCH !!!!
Ü30???......Find ich gut!!!
....und die Hoffnung stirbt zuletzt

bembeldomi Offline

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Beiträge: 3.908

15.11.2002 08:12
#5 RE:Presse vom 15.11. antworten

Ich weiss gar net, warum sich der Nethery so aufregt, in der 2. Liga gibt es genug Deutsche die locker in der DEL mithalten können, hab ich gehört.

Tip von mir:
Vieleicht sollten sich der Lance und der Bernie mal mit Old17 unterhalten, der kennt sich da aus.

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@DEL: Erst wenn Ihr jeden Check mit 2 Minuten geahndet, jeden einzelnen Faustschlag mit Matchstafe bestraft und jeden Körperkontakt aus dem Spiel genommen habt, werdet Ihr merken, daß die DEL nichts mehr mit Eishockey zu tun hat.

HCZ#20 Offline

Forums-Hobbit


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15.11.2002 08:15
#6 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
„Die Lions spielen knallhart, oftmals unfair, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.“
Wann hat der uns zum letzten mal gesehen? 1999? Haken, Halten und Meckern empfinde ich persönlich nicht als "knallhart".



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C-Gam Offline

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15.11.2002 08:27
#7 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
Sollen sie also nun Risiko gehen oder nicht ?

Ganz klares JA !! Angriff ist die Beste Verteidigung. Vor allem sehen wir dann vielleicht noch ein paar eigene Tore, wenn wir schon verlieren.

C-Gam


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C-Gam Offline

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15.11.2002 08:28
#8 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
"Hätten wir nur eine Woche eher von der Schwere von Richers Verletzung gewusst, hätten wir auch mehr Geld für Belanger gehabt."

Und für wen ist jetzt genug Geld da ?? Sagts nicht !! Sagts bitte, bitte nicht !!

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EDGAR Offline

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15.11.2002 08:35
#9 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
Hätten wir nur eine Woche eher von der Schwere von Richers Verletzung gewusst, hätten wir auch mehr Geld für Belanger gehabt.

Na toll! Schön dem Mannschaftsarzt den schwarzen Peter zugeschoben!

Gruß
EDGAR



HCZ#20 Offline

Forums-Hobbit


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15.11.2002 08:44
#10 RE:Presse vom 15.11. antworten

Ich würd den unfähigen Arzt feuern und von seinem Gehalt den Barrie holen!


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Aeppler Offline

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15.11.2002 08:57
#11 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
Und für wen ist jetzt genug Geld da ??

C-Gam, meinst Du etwa Len Barrie????



Ciao Aepp(ner)

Stimmung kann man nicht herbeidiskutieren, sie muss einfach entstehen!

zamboni Offline

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15.11.2002 09:04
#12 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
Was sie über Eishockey wissen sollten
sch..., jetzt erklärt das hamburger abendblatt auch noch die spielregeln. wenn die fischköppe dann auch noch ein sach- und fachkundiges publikum haben, gibts für uns aber gar nix mehr zu holen.


MAD DOG Offline

O.A.L. Member


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15.11.2002 09:09
#13 RE:Presse vom 15.11. antworten

In Antwort auf:
Wenn ein Spieler verletzungsbedingt die ganze Saison ausfällt, müsste man Ersatz holen können

kann man doch Herr Nethery, muß halt ein Deutscher sein!
******************************
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zamboni Offline

NHL-Legende


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15.11.2002 09:17
#14 RE:Presse vom 15.11. antworten

Frankfurt Neue Presse

Bei den Lions wird das Personal langsam knapp

Frankfurt. Hohe Summen darauf zu wetten, dass die Frankfurt Lions in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Playoffs erreichen, dürfte nur etwas für Spekulanten sein. Aus der einwöchigen DEL-Pause kam der Tabellen-Neunte laut Trainer Lance Nethery gut erholt, aber personell angeschlagen. Die vier Wochen zurück liegende Verletzung von Stéphane Richer, Mannschaftskapitän und Netherys verlängerter Arm auf dem Eis, wurde nun mit 99,9-prozentiger Sicherheit als Kreuzbandriss diagnostiziert, was für den 36-jährigen Kanadier voraussichtlich das Karrierenende bedeutet. Auch bei Stürmer Rusty Fitzgerald (Bandscheibenvorfall) ist unsicher, ob er in dieser Saison aufs Eis zurück kehrt. Zudem erlitt Christoph Sandner eine Bauchmuskelzerrung, so dass er heute in Hamburg und am Sonntag (18.30 Uhr) gegen das offensivstärkste DEL-Team, Eisbären Berlin, fehlen wird. Nethery will Verteidiger Colin Laylin in den Sturm beordern. Die letzte noch freie Ausländerlizenz soll nun – falls überhaupt – ein Abwehrspieler bekommen. (löf)



In Antwort auf:
Die letzte noch freie Ausländerlizenz soll nun– falls überhaupt – ein Abwehrspieler bekommen.



bembeldomi Offline

assimilierter DEL-Fan


Beiträge: 3.908

15.11.2002 09:26
#15 RE:Presse vom 15.11. antworten

naja, der herr Löffler weiss auch net soviel, er hofft wahrscheinlich auf einen Tschechen als Verteidiger.

P.S: Denke aber auch, daß es so kommen wird.
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@DEL: Erst wenn Ihr jeden Check mit 2 Minuten geahndet, jeden einzelnen Faustschlag mit Matchstafe bestraft und jeden Körperkontakt aus dem Spiel genommen habt, werdet Ihr merken, daß die DEL nichts mehr mit Eishockey zu tun hat.

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