Die Löwen im Herbstloch Doch "Nethery hat alles im Griff" von Volker Stumpe
FRANKFURT. Sie wirkten wie Schulbuben nach einer Standpauke des Klassenlehrers. Kleinlaut, verlegen lächelnd. Als erster war Chris Snell aus der Mannschaftskabine gekommen. Nahm seine Tochter auf den Arm. Und verschwand mit seiner Frau aus dem VIP-Zelt. Dem Verteidiger der Frankfurt Lions war offenbar die Lust auf ein Abendessen im Kreise der Kollegen vergangen. Lance Nethery hatte seine Spieler zuvor zum Rapport bestellt. Die 1:3-Niederlage gegen die Kölner Haie am Freitag abend hatte dem Trainer der Frankfurter Eishockeyprofis arg zugesetzt. "Ich habe eine erfahrene Mannschaft. Die muß wissen, daß ein Spiel um 19.30 Uhr beginnt. Die warten nur noch ab und ergreifen nicht die Initiative", lautete die knappe Analyse des Kanadiers. Mehr wollte er am Freitag nicht sagen. "Heute nicht, wir haben noch eine Mannschaftssitzung." Was es da zu besprechen gab, wollte der Trainer nicht verraten. "Das war hinter verschlossenen Türen. Sonst hätten wir die Presse ja eingeladen", sagte Nethery. Laut sei der Trainer nach der mehr als dürftigen Vorstellung gegen die Kölner und vor dem Auswärtsspiel in Krefeld an diesem Sonntag jedenfalls nicht geworden, sagte Michael Bresagk. Was das Gespräch nicht unbedingt angenehmer machte. "Er wollte von uns wissen, woran es unserer Meinung nach gelegen hat", sagte der Löwen-Verteidiger. Nethery bekam seine Antworten. Zum Beispiel jene von Bresagk: "Wir treten momentan nicht als Team auf. Keiner war heute für den anderen da." Nun befinden sich die Löwen zwar nicht in einer ausweglosen Situation. Zur Zeit sind sie Neunter der Deutschen Eishockey Liga, also nur einen Platz von den Play-off-Rängen entfernt. Es gab Zeiten, da standen die Frankfurter viel schlechter da. Michael Bresagk kennt das. Also beschwichtigte der dienstälteste Löwe: "Das passiert doch überall, daß man mal in ein Loch fällt." Die Lions stehen in der Tat nicht am Abgrund. Aber die kümmerliche Leistung gegen Köln gibt Anlaß, sich zumindest Sorgen zu machen, daß es so nicht weitergehen kann. Die Abwehr, allen voran Torhüter Roussel, lieferte ja noch halbwegs solides Handwerk ab. Auch der Einstand von Jonas Stöpfgeshoff, dem Schweden mit deutschem Paß, verlief zufriedenstellend. Was die stürmische Abteilung allerdings zu bieten hatte, war an Einfalls- und Lustlosigkeit kaum zu überbieten. Nicht einmal das Überzahlspiel, in der Anfangsphase der Saison noch eine der großen Stärken, beherrschen die Frankfurter derzeit. Da war es für Nethery offenbar höchste Zeit, sich seine Leute zur Brust zu nehmen. "Ich nehme mal an, daß die Zügel nun straffer angezogen werden, daß noch härter trainiert wird als bisher", sagte Gerd Schröder. Der Eigentümer der Lions hat da so seine Erfahrungen. Schon seit Jahren geraten Eishockeyprofis aus Frankfurt im Oktober regelmäßig ins Schlittern. Und so manches Mal hat der Chef seine spielenden Angestellten daraufhin zu sich bestellt, um sie auf deren Pflichten hinzuweisen. Doch so weit ist es längst noch nicht. "Nethery hat alles im Griff", sagt Schröder.
In Antwort auf: Es gab Zeiten, da standen die Frankfurter viel schlechter da. _____________________________________________________________
da hatten sie aber nicht diesen überragenden goalie!
_____________________________________________________________________ Michael Bresagk kennt das. Also beschwichtigte der dienstälteste Löwe: "Das passiert doch überall, daß man mal in ein Loch fällt."
und ich kenn auch einen, der da seit jahren drin bleibt und gar nicht mehr raus will (sorry, leute, aber ich konnte es mir nicht verkneifen)
Dies irae, dies illa solvet saeclum in favilla ************************************************* Das Pentagramm: Fünf Grade unter dem blutigen Stern Vier gleißende Schwerter in tiefschwarzer Nacht Drei Pfade könnt ihr Sterblichen beschreiten Zwei Meister, die euch leiten. Sie alle dienen der Einen Macht **************************************************
In Antwort auf:In Antwort auf: -------------------------------------------------------------------------------- "Das passiert doch überall, daß man mal in ein Loch fällt." --------------------------------------------------------------------------------
Ist das jetzt seit drei Jahren dasselbe Loch, oder sind das immer wieder neue???
bei denen ist das kein loch,sondern ein tal vor einem hohen berg.da sind sie schon so lange,das sie schon häuser bauchen,und einen martplatz....... ____________________________________________ UUUUUUIIIIIIII -------------------------------------------- .....wie gesagt, ist mir scheiß egal wie sie gespielt haben, solange es nicht in der Saison so ist!! Vorbereitung ist da um zu lernen, um auszuprobieren, etc., und nicht um zu glänzen!! der schon das leere Tor vor sich hatte, aber sein Jubel zerbrach am Reflex von Lions-Goalie Dominic Roussel, der aus dem Nichts auftauchte und mit dem Fuß abwehrte.
In Antwort auf:Ist das jetzt seit drei Jahren dasselbe Loch, oder sind das immer wieder neue???
es ist immer das gleiche!! gruß slappi -------------------------------------------------- Heavy Metal is the best! Member of the official Lions-Board's-BLIND GUARDIAN-Circle und die hoffnung stirbt zuletzt, wie schon seit über zwanzig jahren!!